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Friede von Teschen

Bayerische Erbfolge

ach dem Tod des kinderlosen Kurfürsten Maximilian III. Joseph 1745 bis 1777 erlosch die bayerische Linie der Wittelsbacher. Mehrere Adelshäuser erhoben Ansprüche auf das Erbe, darunter Österreich auf das Herzogtum Niederbayern. Der erbberechtigte Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz erkannte österreichische Ansprüche auf Niederbayern, die Grafschaft Mindelheim, das Rentamt Burghausen und böhmische Lehen an. Österreichische Truppen besetzten am 16. Januar 1778 weit mehr Gebiet als zugestanden, darunter Bayern-Straubing und Mindelheim. Der nächstberechtigte Erbe, Herzog Karl August von Pfalz-Zweibrücken, erkannte den Vertrag nicht an und wurde von Preußen unterstützt. Am 5. Juli 1778 begann mit dem preußischen Einmarsch in Böhmen der Bayerische Erbfolgekrieg, während Bayern sich neutral erklärte. Nennenswerte Kämpfe blieben aus, weshalb der Krieg auch Kartoffelkrieg oder Zwetschgenrummel genannt wurde.

Österreich erhielt von Bayern die östlich von Inn und Salzach gelegenen Gebiete des Rentamtes Burghausen, einen Streifen von Passau bis zur Nordgrenze des Erzstifts Salzburg, darunter die Gerichte Wildshut, Braunau, Mauerkirchen, Friedburg, Mattighofen, Schärding und Ried im Innkreis. Dieses als Innviertel bezeichnete Gebiet wurde dem Herzogtum Österreich ob der Enns angegliedert. Preußens Ansprüche auf Brandenburg-Ansbach und Brandenburg-Bayreuth wurden anerkannt. Sachsen erhielt von Karl Theodor sechs Millionen Gulden als Allodialgut. Die Kurwürden Bayerns und der Pfalz wurden zusammengelegt. Österreich erkannte die Wittelsbacher Hausverträge von 1766, 1771 und 1774 an. Ungeregelt blieben die Innviertler Schulden von 848.143 Gulden, deren Rückzahlung die Wittelsbacher verweigerten und die erst 1895 gelöst wurden. Artikel 12 machte den Vertrag zum Bestandteil des Westfälischen Friedens, und Russland erhielt erstmals Mitspracherecht in Reichsangelegenheiten.

Aufgrund des Friedens von Schönbrunn 1809 nahm Bayern Anfang 1810 erneut Besitz vom Innviertel und ordnete es zusammen mit Teilen des Hausruckviertels dem bayerischen Unterdonaukreis zu. 1811 wurden die Pfarreien dieses Gebiets von der Diözese Linz getrennt und dem Bistum Passau zugewiesen. Im Münchener Vertrag trat das Königreich Bayern das Innviertel mit anderen Gebieten zum 1. Mai 1816 endgültig an das Kaisertum Österreich ab. Kirchlich übernahm das Bistum Linz am 1. Juli 1816 die Gebiete wieder vom Bistum Passau.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Friede von TeschenVersionsgeschichteBearbeitungsstand 264097346redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Maria Theresiaentstanden 1779Public domainQuelle