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Friedrich August I. (Sachsen)

König von Sachsen

Zwischen Reichstreue und Zurückhaltung

ach dem Tod Kaiser Josephs II. 1790 wurde Friedrich August III. neben Karl Theodor von Pfalz-Bayern erstmals Reichsvikar, ein zweites Mal nach dem Tod Leopolds II. 1792 bis zur Krönung Franz II. Die Pillnitzer Deklaration von 1791, die Beistand für die französische Monarchie und Aussicht auf militärisches Vorgehen gegen die Revolution enthielt, unterzeichnete er nicht. Auch dem 1792 zwischen Österreich und Preußen geschlossenen Verteidigungsbündnis trat Sachsen nicht bei, doch die Ausrufung des Reichskrieges 1793 verpflichtete Friedrich August zur Teilnahme. Als Preußen 1795 einen Separatfrieden mit Frankreich schloss, sorgte das in Sachsen für Bestürzung. Sachsen schied 1796 aus dem Koalitionskrieg aus. Weder in Rastatt noch beim Reichsdeputationshauptschluss 1803 beteiligte sich Sachsen an dem allgemeinen Länderschacher, von dem vor allem Bayern, Preußen, Württemberg und Baden profitierten.

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Krieg, Niederlage und Erhebung zum König

An der Gründung des Rheinbundes, die zur Auflösung des Reiches führte, beteiligte sich Friedrich August nicht, auch dem preußischen Plan eines norddeutschen Kaiserreichs stand er reserviert gegenüber. Als Napoleon 1806 nach Thüringen vorrückte, verbündete er sich mit Preußen, doch die Doppelschlacht von Jena und Auerstedt endete im Oktober 1806 mit einer vernichtenden Niederlage. Allein gelassen musste Friedrich August mit Napoleon Frieden schließen. Am 11. Dezember 1806 wurde im Frieden von Posen Sachsen zum Königreich erhoben, trat dem Rheinbund bei und erhielt den Landkreis Cottbus zugesagt.

Der Weg zum Wiener Kongress

Nach der Völkerschlacht zeigten die Verbündeten kein Interesse an einem Bündnis mit dem sächsischen König. Friedrich August wurde in Gefangenschaft geführt, zunächst ins Berliner Stadtschloss, ab Juli 1814 ins Schloss Friedrichsfelde, während Sachsen unter russisch-preußische Kuratel gestellt wurde. Auf dem Wiener Kongress war ihm die Teilnahme untersagt. Preußen sollte für seine Kriegsanstrengungen und die an Russland überlassenen polnischen Gebiete mit der Annexion Sachsens entschädigt werden, was auf den alten Einverleibungstraum Friedrichs II. zurückging, den dieser bereits im Siebenjährigen Krieg zu verwirklichen gesucht hatte. Dass es nicht zur völligen Auflösung Sachsens kam, lag an der Furcht Österreichs und Frankreichs vor einem übermäßigen Erstarken Preußens. Schließlich einigten sich die Parteien auf den österreichischen Vorschlag, Sachsen zu teilen.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Friedrich August I. (Sachsen)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 270295878redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Carl Christian Vogel von Vogelsteinentstanden 1823Public domainQuelle