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Friedrich III. (Sachsen)

Kurfürst und Herzog von Sachsen (1463-1525)

urch den Tod seines Vaters 1486 fielen dem 23-Jährigen aus der ernestinischen Linie der Wettiner das sächsische Kurland und die Kurwürde zu. Er regierte zusammen mit seinem Bruder Johann dem Beständigen über die übrigen weit verstreuten Herrschaftsgebiete. Aufgrund der Leipziger Teilung 1485 baute Friedrich Torgau zu seiner hauptsächlichen Residenzstadt aus.

Am 8. August 1507 übertrug König Maximilian I. Friedrich auf dem Reichstag von Konstanz die Generalstatthalterwürde. Nachdem Maximilian nach seiner Wahl zum römischen Kaiser am 4. Februar 1508 aus Trient zurückgekehrt war, erlosch das Statthalteramt.

Bei der Wahl des römisch-deutschen Königs von 1519 spielte der sächsische Kurfürst eine entscheidende Rolle. Er hätte gute Chancen gehabt, gewählt zu werden, lehnte die Kaiserwürde aber bereits im Vorfeld ab und betätigte sich lieber als Vermittler im Kurfürstenkollegium. Am 28. Juni 1519 wurde in Frankfurt der 19-jährige Habsburger einstimmig gewählt. Karl V. musste die wesentlich von Friedrich dem Weisen entworfene Wahlkapitulation unterschreiben, die sich gegen die kaiserliche Zentralmacht und für eine stärkere Mitentscheidungsgewalt der Reichsstände aussprach.

Durch die Weigerung Friedrichs III., das 1518 von Rom gefällte Ketzerurteil gegen Luther anzuerkennen, die Zusicherung freien Geleites für Luther zum Reichstag zu Worms und seine Unterbringung auf der Wartburg nach der Ächtung entstand ein offener Interessenkonflikt zwischen dem sächsischen Kurfürsten und der römischen Kurie beziehungsweise dem Kaiser. Friedrich nahm Luther vor der Kirchengerichtsbarkeit ebenso wie vor dem Vollzug der kaiserlichen Acht in Schutz. Er hat Martin Luther im Laufe seiner Regierungszeit nie persönlich empfangen.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Friedrich III. (Sachsen)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 268638535redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Atelier/Werkstatt von Lucas Cranach der Ältereentstanden 1532Public domainQuelle