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Johann der Beständige

Kurfürst von Sachsen

ohann war der vierte Sohn Kurfürst Ernsts und übernahm nach dessen Tod 1486 gemeinsam mit seinem Bruder Friedrich dem Weisen die Regierung. 1513 vereinbarten beide eine interne Landesteilung, nach außen regierten sie Kursachsen jedoch bis zum Tod Friedrichs 1525 gemeinsam. Diese Zusammenarbeit war von gutem Einvernehmen geprägt, führte aber auch zu Entscheidungsverzögerungen. Nach seiner zweiten Heirat mit Margarete von Anhalt teilten die Brüder die Ländereien endgültig, und Johann ließ sich in Weimar nieder. Da er wenig Interesse an Verwaltung und Finanzen zeigte, wurde die Verwaltung als korrupt beschrieben, was seinem Sohn und Nachfolger Johann Friedrich nach 1532 ein desolates Finanzsystem hinterließ. 1500 beschloss Friedrich gemeinsam mit Johann die Leipziger Münzordnung, die den ersten Abschnitt der sächsischen Talerwährung begründete. Ab 1530 kam es zur sächsischen Münztrennung mit Herzog Georg dem Bärtigen wegen unterschiedlicher Auffassungen über den Silbergehalt der Münzen.

Wie sein Beiname andeutet, stand Johann der Reformation ebenso positiv gegenüber wie sein Bruder. In politischen Fragen verhielt er sich jedoch oft zögerlich, während Landgraf Philipp von Hessen eine aggressivere Außenpolitik befürwortete. Johann stand lange auf der Seite Luthers, der ein Abwehrbündnis gegen die Katholiken ablehnte, da ein Bündnis gegen den Kaiser offiziell verboten war. Als Landesherr Luthers unterhielt Johann eine enge, freundschaftliche Beziehung zu ihm, und Luther lobte besonders sein Verhalten auf dem Augsburger Reichstag 1530. 1527 wurde die Evangelisch-Lutherische Landeskirche gegründet, deren Landesbischof Johann war. 1529 gehörte er zu den fürstlichen Vertretern der protestantischen Minderheit auf dem Reichstag zu Speyer, und 1531 wurde unter Führung Kursachsens und Hessens der Schmalkaldische Bund gegründet. Nach seinem Tod wurde Johann in der Schlosskirche zu Wittenberg beigesetzt, doch in Forschung und Erinnerung steht er meist im Schatten seines Bruders Friedrich und seines Sohnes Johann Friedrich.

Johann war zunächst seit 1500 mit Sophie von Mecklenburg vermählt, aus dieser Ehe ging der Sohn Johann Friedrich I. hervor, der Kurfürst von Sachsen wurde. 1513 heiratete er Margarete von Anhalt, mit der er mehrere Kinder hatte, darunter Johann Ernst, der Herzog von Sachsen-Coburg wurde.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Johann der BeständigeVersionsgeschichteBearbeitungsstand 268638570redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Lucas Cranach der Ältere und Werkstattentstanden 1532Public domainQuelle