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Johann Friedrich I. (Sachsen)

Kurfürst und Herzog von Sachsen

ohann Friedrich förderte die Reformation wie vor ihm schon sein Onkel und sein Vater. Er konsolidierte die Landeskirche und förderte die Universität Wittenberg. Als Führer des Schmalkaldischen Bundes stand er an der Spitze der Protestanten.

Aufgrund seiner Übergriffe gegen Braunschweig-Wolfenbüttel und der Gefangennahme Herzog Heinrichs verhängte Kaiser Karl V. am 19. Juli 1546 die Reichsacht über Johann Friedrich I. und die Mitglieder des Schmalkaldischen Bundes. Im Schmalkaldischen Krieg stellte sich sein Vetter Herzog Moritz von Sachsen auf die Seite des Kaisers und fiel in Kursachsen ein. Johann Friedrich wurde am 24. April 1547 von kaiserlichen Truppen auf der Lochauer Heide gefangen genommen und am 10. Mai zum Tode verurteilt. Das Todesurteil wurde in lebenslanges Gefängnis umgewandelt. Johann Friedrich verlor die Kurwürde und einen Großteil seiner Länder an Moritz von Sachsen.

Während seiner Gefangenschaft ließ er als Ersatz für die verlorene Landesuniversität Wittenberg die Hohe Schule in Jena gründen, die aber erst 1558, nach seinem Tod, von Kaiser Ferdinand I. zur Universität Jena erhoben wurde. Versuche Kaiser Karls, ihn zur Annahme des Augsburger Interims zu bewegen, lehnte er standhaft ab, weshalb seine Haft verschärft wurde.

Nach fünf Jahren Gefangenschaft, dank des Passauer Vertrages seit dem 1. September 1552 wieder in Freiheit, residierte Johann Friedrich während seiner letzten Lebensjahre in Weimar. Am 24. Februar 1554 wurden im Naumburger Vertrag alle strittigen Punkte zwischen Kurfürst August von Sachsen und Johann Friedrich beigelegt. Johann Friedrich bekam kurz vor seinem Tod einige Ämter mit Altenburg und den Titel geborener Kurfürst zugestanden.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Johann Friedrich I. (Sachsen)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 269436037redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Lucas Cranach der Ältereentstanden 1528–1530Public domainQuelle