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Fürstenfeldbruck

Stadt in Bayern, Deutschland

Vom Kloster zum Markt

er Name Fürstenfeldbruck setzt sich aus Fürstenfeld und Bruck zusammen. Fürstenfeld bezeichnet eine Flur, die einst den Wittelsbachern gehörte. Dort wurde 1263 das Zisterzienserkloster Fürstenfeld gegründet. Die Siedlung Bruck war schon vorher am Amper-Übergang entstanden. Für die Überquerung der Brücke, Teil der bedeutenden Salzstraße, erhob die Familie der Gegenpointer im Auftrag der Welfen Zoll. Um Zollstation und Poststation wuchs eine Siedlung, die 1306 erstmals als Markt bezeichnet wurde. 1340 erwarb das Kloster Grundherrschaft und Dorfgericht über den Markt, 1425 gingen auch die letzten Rechte der Gegenpointer an das Kloster über. 1440 wurde die Leonhardskirche geweiht, 1569 die Poststation erstmals genannt. Ab 1691 entstand das Kloster im Barockstil neu.

Name, Stadtrecht und Krieg

Seit dem 6. August 1908 lautet die einheitliche Bezeichnung Fürstenfeldbruck, nachdem unterschiedliche Schreibweisen des Marktes Bruck Behörden zu dieser Regelung veranlasst hatten. Am 30. September 1935 wurde der Markt zur Stadt erhoben. 1936 wurde der Fliegerhorst Fürstenfeldbruck für die Luftwaffe fertiggestellt. Im April 1945 besetzten US-amerikanische Truppen die Stadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl durch die Eingliederung von Heimatvertriebenen stark an. Mit der Anbindung an die S-Bahn München 1972 gewann die Stadt weiter an Bedeutung, die Bevölkerungszahl nahm rasch zu. Im selben Jahr, während der Olympischen Spiele, missglückte auf dem Gelände des Fliegerhorsts die Befreiung israelischer Olympiateilnehmer aus der Gewalt palästinensischer Terroristen. Seit 1978 gehören Aich, Hasenheide, Lindach, Neulindach, Pfaffing und Puch zu Fürstenfeldbruck.

Wachstum und Streit um die Hauptstraße

Zu Beginn des neuen Jahrhunderts wuchs der Landkreis auf über 190.000 Einwohner, die östliche Wohnbebauung rückte nah an München heran. Am 1. Januar 2006 wurde Fürstenfeldbruck zur Großen Kreisstadt erhoben, das Stadtoberhaupt trägt seitdem den Titel Oberbürgermeister. Schon im 20. Jahrhundert und dann im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends war die Entwicklung der Hauptstraße von der Amper bis zum Neuen Rathaus ein wichtiges Thema, da die Bundesstraße 2 direkt durchs Zentrum führt. Man einigte sich auf die sogenannte Deichenstegtrasse, die den Durchgangsverkehr östlich mit einer neuen Amperquerung umfahren sollte. Nachdem ein früheres Referendum gegen die Trasse gescheitert war, stimmten die Bürger am 27. September 2009 mehrheitlich gegen die Umgehung.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel FürstenfeldbruckVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270570973redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: 2015 Michael 2015entstanden 2022CC BY-SA 4.0Quelle