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Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel

Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg

tto das Kind, ein Enkel Heinrichs des Löwen, erhielt den früheren Allodialbesitz seiner Familie am 21. August 1235 von Kaiser Friedrich II. als Reichslehen unter der Bezeichnung Herzogtum Braunschweig-Lüneburg. In den Jahren 1267/1269 teilten seine Söhne das Land. Albrecht I., 1236 bis 1279, erhielt die Gebiete um Braunschweig-Wolfenbüttel, Einbeck-Grubenhagen und Göttingen-Oberwald und begründete das Alte Haus Braunschweig. Sein Bruder Johann, 1242 bis 1277, erbte die Lande um Lüneburg. Die Stadt Braunschweig blieb gemeinsames Herrschaftsgebiet. 1432 verlegten die Herzöge ihre Residenz in die Wasserburg Wolfenbüttel an der Oker, rund zwölf Kilometer südlich von Braunschweig. Nach der zwölften Teilung im Jahre 1495 erhielt Heinrich der Ältere das Land Braunschweig. Die Bezeichnung Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel setzte sich durch.

Ab 1500 gehörte Braunschweig-Wolfenbüttel zum Niedersächsischen Reichskreis. Von 1519 bis 1523 kam es in der Hildesheimer Stiftsfehde zu Kämpfen mit dem Fürstentum Hildesheim und dem Fürstentum Lüneburg; die Landgewinne wurden 1643 im Hildesheimer Rezess zurückgegeben. Im Dreißigjährigen Krieg war Wolfenbüttel die stärkste Festung Norddeutschlands und wurde schwer beschädigt. 1634 starb die Wolfenbütteler Linie mit Friedrich Ulrich aus. 1635 trat August der Jüngere die Herrschaft an und begründete das Neue Haus Braunschweig; unter ihm entstand die Herzog August Bibliothek, damals die größte Europas. 1671 eroberten die Welfen-Herzöge die Stadt Braunschweig zurück. 1753/1754 kehrte die Residenz nach Braunschweig zurück, Wolfenbüttels Bevölkerung sank von 12.000 auf 7000.

Politisch wurde Braunschweig-Wolfenbüttel zu einem der engsten Verbündeten Preußens. Zuvor war der habsburgische Kaiser durch Heiratspolitik der wichtigste Bezugspunkt gewesen. Die von Friedrich Wilhelm I. von Preußen und Ferdinand Albrecht angeordnete Heirat des preußischen Kronprinzen Friedrich mit Elisabeth Christine band das Haus eng an die Hohenzollern. Im Siebenjährigen Krieg dienten zahlreiche Offiziere des Fürstentums in hohen Positionen der preußischen Armee. Am 30. August 1785 trat der Braunschweiger Herzog dem Fürstenbund bei.

Durch den Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803 erhielt das Fürstentum die säkularisierten Stifte Gandersheim und Helmstedt. 1806 wurde Herzog Karl Wilhelm Ferdinand als preußischer General in der Schlacht bei Auerstedt tödlich verwundet. Von 1807 bis 1813 war Braunschweig durch die Franzosen besetzt und Teil des Königreiches Westphalen. Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft wurde das Land als Herzogtum Braunschweig wiedererrichtet.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Fürstentum Braunschweig-WolfenbüttelVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270414282redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
NordNordWestentstanden 2008CC BY-SA 3.0Quelle