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Fulda

Kreisstadt am gleichnamigen Fluss im Landkreis Fulda in Osthessen mit Sonderstatus

m Jahr 1019 erhielten Abtei und Siedlung durch Heinrich II. das Münz-, Markt- und Zollrecht. 1020 besuchte Papst Benedikt VIII. Fulda, was die Bedeutung des Klosters unterstrich. 1114 wurde Fulda erstmals als Stadt bezeichnet. Unter Abt Markward I. von 1150 bis 1165 erlebte die Stadt einen Aufschwung, bei dem entfremdete Güter zurückgewonnen wurden, wobei dem Abt der Mönch Eberhard als Urkundenfälscher half.

FuldaTerritorium auf der Karte 164850.5528 N, 9.6775 OAuf der Karte zeigen

Die hohen Abgaben und Frondienste hatten die Lage der Städtebürger und der Bauern im Umland sehr kläglich gemacht. Das Stift plünderte das Landvolk aus und errichtete zugleich immer prunkvollere Bauten. Im Frühjahr 1525 erhoben sich deshalb die Bauern im Fuldaer Land gemeinsam mit den Bürgern der Stadt gegen die Obrigkeit und beteiligten sich am Deutschen Bauernkrieg.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Fulda mehrmals angegriffen. 1622 plünderten und brandschatzten Truppen des Herzogs Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel das Hochstift. Von November 1631 bis Oktober 1633 war die Stadt von Hessen-Kassel besetzt. Am 20. Juni 1640 brachen 300 herumstreifende schwedische Reiter ein Stadttor auf und plünderten am folgenden Tag. Unter Fürstabt Joachim von Gravenegg, der von 1644 bis 1671 amtierte, wurden die meisten Kriegsschäden behoben.

Fürstabt Placidus von Droste sanierte während seiner Amtszeit von 1678 bis 1700 die Finanzen der Abtei grundlegend. Sein Nachfolger Fürstabt Adalbert von Schleifras konnte deshalb 1700 Johann Dientzenhofer zum Stiftsbaumeister ernennen, der an der Stelle der romanischen Ratgar-Basilika den heutigen Fuldaer Dom und ein Stadtschloss im Stile des Barock errichtete. 1752 wurden die Fürstäbte in den Stand von Fürstbischöfen erhoben.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel FuldaVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270015505redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Raimond Spekkingentstanden 2024CC BY-SA 4.0Quelle