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Gottfried Heinrich zu Pappenheim

General im Dreißigjährigen Krieg

eeinflusst durch seinen Stiefvater Herberstorff, der zum Katholizismus übergetreten war, konvertierte Pappenheim ebenfalls. Ein Jahr später ernannte ihn Kaiser Matthias zum Reichshofrat. Um die Jahreswende 1618/1619 entschied er sich, die zivile Karriere zu beenden und eine militärische einzuschlagen.

PappenheimOrt auf der Karte 164848.9553 N, 10.9094 OAuf der Karte zeigen

Der Tod des Kaisers am 20. März 1619 entband ihn von den Pflichten als Reichshofrat. Seine Bewerbung als Obristlieutenant bei einem kaiserlichen Infanterieregiment wurde abgelehnt. Stattdessen erhielt er einen Posten als Rittmeister in der Katholischen Liga und den Auftrag, eine 200 Mann starke Kürassierkompanie im Rheinland anzuwerben und binnen acht Wochen nach Ingolstadt zu führen. Am 8. November 1620 nahm er als Oberstleutnant an der Schlacht am Weißen Berg nahe Prag teil. Dort fing er mit seiner Kavallerie einen Durchbruch der böhmischen Infanterie ab und erlitt mehr als 20 schwere Hieb- und Stichwunden. Im April 1622 wurde er zum Obristen befördert. Auf dem Reichstag zu Regensburg 1623 schlug ihn Kaiser Ferdinand II. zum Ritter.

Nach der Landung Gustav II. Adolfs begann Pappenheim die Belagerung Magdeburgs, bald folgte Tilly mit der Hauptarmee. Bei der Erstürmung, den Gewaltexzessen und Bränden verloren 20.000, nach einigen Quellen 30.000 Bürger ihr Leben; von einst 35.000 Einwohnern wurden noch 449 gezählt. Die Magdeburger Hochzeit gilt als das größte und schlimmste Massaker des Dreißigjährigen Krieges und bildete einen Wendepunkt in der Kriegführung. Im September 1631 verwickelte Pappenheim die Schweden eigenmächtig in Kämpfe und zwang Tilly damit zum Eingreifen. Am 17. September 1631 wurden die kaiserlich-ligistischen Truppen bei Breitenfeld vernichtend geschlagen.

Im November 1632 beorderte Wallenstein Pappenheim nach Halle ins Winterquartier. Da eine Feldschlacht bevorstand, rief er ihn mit Eilboten zurück. Am 16. November traf Pappenheim mit dreitausend Reitern bei Lützen ein, übernahm den Oberbefehl über den gefährdeten linken Flügel und trieb die Schweden zurück. Er wurde schwer verwundet, seine Reiter brachen den Angriff ab. Am 17. November 1632 starb er in Leipzig. Auf Befehl Wallensteins wurde er im Prager Kloster Strahov begraben.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Gottfried Heinrich zu PappenheimVersionsgeschichteBearbeitungsstand 269769840redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Autor/-in unbekanntentstanden 1601–1700Public domainQuelle