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Magdeburger Hochzeit

totale Zerstörung der Stadt Magdeburg während des Dreißigjährigen Krieges

agdeburg wurde zur Zeit der Reformation eine Hochburg des Protestantismus, nachdem der Ablasshandel des Erzbischofs Albrecht von Brandenburg den Unmut der Bürger geweckt hatte. Die Stadt bekannte sich 1524 zur Reformation und trat 1531 dem Schmalkaldischen Bund bei. Nach dem Tod Albrechts 1545 wurde der Dom zwanzig Jahre geschlossen und 1567 von den Protestanten übernommen. Magdeburg entwickelte sich zum Zentrum des Widerstands gegen die Rekatholisierung und stand von 1547 bis 1562 unter Reichsacht. Nach Verweigerung der Anerkennung des Augsburger Interims hielt die Stadt 1550/51 einer mehr als einjährigen Belagerung durch kaiserliche Truppen unter Moritz von Sachsen und Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach stand, bis Moritz die kampflose Kapitulation erreichte und sich anschließend gegen den Kaiser wandte.

MagdeburgOrt auf der Karte 164852.1333 N, 11.6167 OAuf der Karte zeigen

Mit dem Ständeaufstand in Böhmen begann 1618 der Dreißigjährige Krieg, und glaubensflüchtige Exulanten kamen nach Magdeburg. Ab 1625 trafen kaiserliche Truppen in der Stadt ein, Wallenstein besetzte weite Teile Norddeutschlands. Mit dem Restitutionsedikt von 1629 sollten Erzstift Magdeburg und Hochstift Halberstadt an die katholische Kirche zurückgegeben werden. Wallenstein belagerte die Stadt 1629 wegen verweigerter Tributzahlung, zog seine Truppen jedoch wieder ab. Im Sommer 1630 schloss Magdeburg als einzige Stadt nach Stralsund ein Bündnis mit dem schwedischen König Gustav Adolf. Der Offizier Dietrich von Falkenberg übernahm im November 1630 die Festungskommandantur, doch es mangelte an Geld und Kämpfern, und seit Ende November lagen kaiserliche Truppen unter Pappenheim vor der Stadt.

Am 20. Mai begann um 9 Uhr der Sturm der kaiserlichen Truppen auf die Stadt. Falkenberg widersetzte sich der von den städtischen Behörden erwogenen Kapitulation, wurde jedoch an der Hohen Pforte tödlich getroffen. Es kam zu verheerenden Bränden, Plünderungen und Massakern, denen etwa zwei Drittel der Bevölkerung zum Opfer fielen. Die Kriegshandlungen zogen sich bis zum 24. Mai hin, als Tilly sie beenden ließ. Zwischen 2000 und 4000 Menschen fanden Zuflucht im Magdeburger Dom, der für die kaiserlichen Soldaten tabu blieb, da Tilly die künftige erzbischöfliche Kathedralkirche nicht zerstören durfte.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Magdeburger HochzeitVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270121468redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Atelier/Werkstatt von Matthäus Merianentstanden 1659Public domainQuelle