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Gottfried von Viterbo

Geschichtsschreiber und Dichter

ottfried kam 1133 unter Lothar III. an die Bamberger Domschule und diente unter Konrad III. der königlichen Kapelle. Am Hof der Staufer war er unter den Kaisern Friedrich Barbarossa und Heinrich VI. als Notar und Hofkaplan tätig. In dieser Funktion wirkte er im März 1153 maßgeblich an der Unterzeichnung des Konstanzer Vertrages zwischen dem späteren Kaiser Barbarossa und Papst Eugen III. mit. Er reiste viel durch Europa und kam dabei mehr als vierzigmal nach Rom. Zudem war er Domkanoniker in Lucca und Pisa. In seinem um 1190 verfassten Pantheon bekundete er die Absicht, sich in Würzburg anzusiedeln, was er nicht mehr umsetzen konnte.

Der historische und literarische Wert seiner Werke wird oft als gering eingeschätzt, da seine Geschichtsforschung als unsorgfältig und teilweise fehlerhaft gilt. Gleichwohl berichtete Gottfried vieles aus eigenem Erleben und zog teils heute verlorene Quellen heran. Seine poetisierenden, anekdotenhaften Berichte vermischte er mit Sagen und Fabeln, was sie bei einer breiten Schicht beliebt machte. Sein Pantheon ist deshalb in mehr als vierzig Handschriften erhalten. In seinen Schriften zeigt er sich als Anhänger der Staufer und unterstützt deren Ziel eines umfassenden Imperiums, bleibt aber ausgleichend zwischen Kirche und Kaisertum. Der Historiker Friedrich Hausmann identifiziert den Notar der königlichen Kanzlei Arnold II. C mit Gottfried von Viterbo.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Gottfried von ViterboVersionsgeschichteBearbeitungsstand 267702284redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0