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Hagen

kreisfreie Großstadt im Regierungsbezirk Arnsberg in Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Frühe Erwähnungen im Mittelalter

er Raum Hagen erscheint erstmals in den Lorscher Annalen: Im Jahr 775 wurde die nahe gelegene sächsische Hohensyburg durch Truppen Karls des Großen erobert. Die früheste namentliche Erwähnung des Ortes stammt aus der Mitte des 12. Jahrhunderts als von Hagene die Rede war, gefolgt von Hage im Jahr 1161 und Hagen im Jahr 1190. Der Name geht auf das altsächsische Wort hagen zurück, das Dornstrauch, Hecke oder eingefriedetes Feldstück bedeutet. Dorf und Kirchspiel Hagen waren im Mittelalter unbedeutend und standen politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich hinter den märkischen Stadtgründungen im Umland zurück, vor allem hinter Iserlohn und der Grafschaft Limburg.

Aufstieg in der Frühen Neuzeit

Ab dem 17. Jahrhundert gewann Hagen durch den Bau der Langen Riege wirtschaftlich an Bedeutung. Die 1661 in Eilpe erbaute Klingenschmied-Siedlung mit mehreren wasserkraftbetriebenen Hammerwerken und Schmieden erstreckte sich entlang des Selbecker Baches nahe seiner Mündung in die Volme. Im Jahr 1724 zerstörte ein Großbrand einen bedeutenden Teil der Gebäude von Hagen. Mit Hilfe der preußischen Staatsverwaltung konnte die Stadt jedoch innerhalb kurzer Zeit wieder aufgebaut werden. Zum 3. September 1746 führte eine Eingabe des in Hagen wohnenden Kriegs- und Steuerrates Michael Christian Göring zu einer Änderung im Steuerrecht, die Historiker als Verleihung der Stadtrechte an Hagen ansehen.

Blüte im Kaiserreich

Während des Deutschen Kaiserreiches von 1871 bis 1914 erlebte Hagen eine Blütezeit. Durch Urbanisierung und Industrialisierung entwickelte sich die Stadt zum Oberzentrum für die gesamte Region südlich der Ruhr. Im Jahr 1887 schied Hagen aus dem Kreis Hagen aus und wurde kreisfreie Stadt. Der Bankier und Mäzen Karl Ernst Osthaus holte nach der Jahrhundertwende bedeutende Architekten wie Henry van de Velde, Peter Behrens und Walter Gropius in die Stadt. Sie begründeten den Ruf von Hagen als Bindeglied zwischen Jugendstil und Moderne, den Hagener Impuls, mit dem Folkwang-Museum und der Gartenstadt Hohenhagen als Zentrum dieser Initiative.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel HagenVersionsgeschichteBearbeitungsstand 269489036redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Klaus Ehlersentstanden 2005CC BY-SA 3.0Quelle