Hamm
kreisfreie Großstadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Gründung als Planstadt
amm ist eine Planstadt. Graf Adolf I. von der Mark gründete sie am Aschermittwoch, dem 4. März des Jahres 1226, und verlieh ihr in diesem Zuge die Stadtrechte. Die Gründung als Planstadt bedeutet, dass die Anlage der Stadt von Anfang an geplant war und nicht aus einer gewachsenen Siedlung hervorging. Mit der Verleihung der Stadtrechte erhielt Hamm die rechtliche Grundlage, auf der sich die weitere Entwicklung der Stadt aufbaute.
Die Reformation erreicht Hamm
Die Reformation hielt im Jahr 1553 Einzug in Hamm. Mit diesem Ereignis vollzog sich in der Stadt der Übergang zu einer neuen Glaubensordnung, die das kirchliche Leben der folgenden Zeit prägte.
Zuflucht französischer Könige
Die Französische Revolution brachte Hamm eine große Zahl von Flüchtlingen. Unter ihnen befanden sich die künftigen französischen Könige Ludwig XVIII. und der spätere Karl X. Sie machten Hamm zum Sitz ihrer Exilregierung für Frankreich und blieben mehrere Monate in der Stadt. Damit wurde Hamm zum Quasi-Regierungssitz des Königreichs Frankreich, ohne selbst Teil dieses Staates zu sein.
Aufschwung nach der Reichsgründung
Die Reichsgründung im Jahr 1871 befeuerte die Entwicklung Hamms. Nationaler Stolz auf das neu gegründete Reich und die Entschädigungszahlungen des im Krieg unterlegenen Frankreich wirkten dabei zusammen und gaben der Stadt in dieser Zeit zusätzlichen Auftrieb.