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Hausmachtpolitik

ach dem Interregnum schwächte sich die Königsmacht im Heiligen Römischen Reich weiter ab. Die Landesherren bauten in ihren Territorien eine bereits starke Stellung weiter aus. Auch die Kurfürsten gewannen an Macht, da sie seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts das exklusive Königswahlrecht besaßen. Gleichzeitig schwand das Reichsgut im 13. und 14. Jahrhundert zunehmend, während mächtige Landesherren versuchten, ihren Einfluss auf Reichsebene auszudehnen.

In dieser Lage war der Einfluss eines Adelsgeschlechts eng mit der Größe seiner Hausmacht verknüpft. Für die römisch-deutschen Könige war das Betreiben einer intensiven Hausmachtpolitik besonders wichtig, denn eine starke Hausmacht bildete die Grundlage, um eigene Interessen gegen die Territorialfürsten durchzusetzen. Die Hausmachtpolitik konkurrierender Adelshäuser führte dabei teilweise auch zu kriegerischen Auseinandersetzungen.

Kaiser Karl IV. aus dem Haus der Luxemburger betrieb eine erfolgreiche Hausmachtpolitik. Er erwarb die Oberpfalz, Schlesien, Niederlausitz und die Mark Brandenburg und nutzte dabei Reichspfandschaften als Mittel des Erwerbs.

Kaiser Friedrich III. aus dem Haus der Habsburger gewann durch die Verheiratung seines Sohnes mit der Tochter Karls des Kühnen Burgund und dessen Nebenländer. Durch den 1491 geschlossenen Erbvertrag fielen zudem Böhmen und Ungarn im Jahre 1526 an Habsburg. Friedrich zog sich aus der Reichspolitik vollständig zurück, legte damit aber wichtige Grundlagen für die spätere habsburgische Weltmacht.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel HausmachtpolitikVersionsgeschichteBearbeitungsstand 220080884redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0