Heidelberg
Großstadt in Baden-Württemberg, Deutschland
ie Stadt Heidelberg wurde im 12. Jahrhundert gegründet, ihre Geschichte reicht aber bis in keltische und römische Zeiten zurück. Vom 13. Jahrhundert bis zum Jahr 1720 war Heidelberg Residenz der Pfalzgrafen bei Rhein und Hauptstadt der Kurpfalz.
Martin Luthers reformatorische Ideen verbreiteten sich schon in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Südwestdeutschland und erreichten früh Heidelberger Kleriker. Die Einführung der Reformation in der Stadt erfolgte jedoch erst nach dem Regierungsantritt Friedrichs II. in den Jahren 1545/1546 und musste unter dem Druck des Kaisers rasch wieder zurückgenommen werden. Erst unter Kurfürst Ottheinrich, von 1556 bis 1559, wurde in der Kurpfalz endgültig die Reformation eingeführt.
Nach ersten Anfängen unter Kurfürst Friedrich II. führte endgültig Kurfürst Ottheinrich ab 1556 in der Kurpfalz die lutherische Reformation ein. Sein Nachfolger Friedrich III. neigte mehr einer calvinistischen Richtung der Reformation zu. 1563 entstand in Heidelberg der für alle reformierten Gläubigen wegweisende Heidelberger Katechismus. Nach einem kurzen lutherischen Zwischenspiel unter Ludwig VI. blieben Heidelberg und die Kurpfalz für lange Zeit reformiert.
Das Heidelberger Schloss ist eine der berühmtesten Ruinen Deutschlands und das Wahrzeichen der Stadt. Es entstand ursprünglich als wehrhafte Burg an strategisch günstiger Lage oberhalb einer Verengung des Neckartals und wurde später zur prachtvollen Residenz der Kurfürsten von der Pfalz ausgebaut. Seit den Zerstörungen 1689 und 1693 im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde das Schloss nur teilweise restauriert. 1764 besiegelte ein weiterer Brand nach Blitzschlag das Los des damals gerade renovierten Schlosses.