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Heilbronn

Großstadt in Baden-Württemberg, Deutschland

m 28. Dezember 1371 wurde Heilbronn durch eine Verfassung Kaiser Karls IV. zur Reichsstadt. Ein enges Verhältnis zum Kaiser und ein Bündnis mit der Kurpfalz von 1417 bis 1622 festigten die Stellung gegenüber Württemberg. Ab 1500 gehörte Heilbronn als Reichsstadt zum Schwäbischen Reichskreis, während die Gebiete des Deutschen Ordens, Ballei Franken, zum Fränkischen Reichskreis zählten. Im Jahr 1519 war Götz von Berlichingen als Gefangener des Schwäbischen Bundes in Heilbronn inhaftiert.

HeilbronnOrt auf der Karte 164849.1404 N, 9.2180 OAuf der Karte zeigen

Heilbronn kam infolge der Mediatisierung im September 1802 mit anderen Reichsstädten an Württemberg und wurde Sitz des Oberamts Heilbronn. Zwei der Oberamtmänner des 19. Jahrhunderts, Joseph Christian Schliz und Friedrich Mugler, wurden die beiden ersten Ehrenbürger der Stadt. Ab 1815 machte man den Neckar wieder schiffbar, der seit dem hohen Mittelalter durch Wehre und Mühlen versperrt gewesen war. Zu diesem Zweck wurde von 1819 bis 1821 der Wilhelmskanal gebaut.

Heilbronn war seit der Reformation durch Johann Lachmann 1528 eine evangelische Stadt mit der Kilianskirche als geistigem Zentrum. Der Rat und die Bürgerschaft bekannten sich 1530 geschlossen zur Augsburger Konfession, Bürgermeister Johann Spölin unterzeichnete für den Rat die lutherische Konkordienformel von 1577. Katholiken waren unerwünscht, Juden war es verboten, sich in Heilbronn niederzulassen. Nach dem Übergang an Württemberg wurde die Stadt 1803 Sitz eines Dekanats, des heutigen Kirchenbezirks Heilbronn.

Die 1923 gegründete Ortsgruppe der NSDAP war bis zur Machtergreifung bedeutungslos, schaltete dann aber ab 1933 unter Kreisleiter Richard Drauz die örtlichen Vereine und die örtliche Presse energisch gleich. 1933 errichtete die Württembergische Politische Polizei, die ab 1936 als Geheime Staatspolizei firmierte, eine Außendienststelle in Heilbronn, die bis Kriegsende politische Gegner, Juden und Zwangsarbeitskräfte observierte und verfolgte.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel HeilbronnVersionsgeschichteBearbeitungsstand 269521493redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Joachim Köhlerentstanden 2004CC BY-SA 3.0Quelle