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Heinrich II. (England)

König von England, Herzog der Normandie, Herzog von Aquitanien, Graf von Anjou (1154-1189)

einrich wurde 1133 als Sohn von Matilda und Gottfried dem Schönen, Graf von Anjou, geboren. 1150 übernahm er die Normandie, seine Heirat mit Eleonore von Aquitanien 1152 brachte ihm Tours, Aquitanien und die Gascogne. Damit war er mächtiger als sein Lehnsherr, der König von Frankreich, und beherrschte ein Konglomerat von Landesherrschaften vom Solway Firth bis zu den Pyrenäen, vom Golf von Biskaya bis zur Somme, das man das Angevinische Reich nennt. 1155 kam die Bretagne hinzu. Kein englischer König vor ihm verfügte über ein größeres Territorium, doch war auch keiner stärker in Auseinandersetzungen mit dem französischen König Ludwig VII. und den Adligen verstrickt. Heinrich stand in Korrespondenz mit dem byzantinischen Kaiser Manuel I. Komnenos.

1157 entsandte Kaiser Friedrich Barbarossa Legaten nach England, um ein Freundschaftsbündnis anzubieten. Heinrich antwortete zurückhaltend über Gesandte zum Reichstag in Würzburg. Im Schisma von 1159 und 1160 stand Heinrich eher halbherzig auf der Seite Papst Alexanders III. Der deutsche Kanzler Rainald von Dassel besiegelte bei Aufenthalten in Rouen 1161 und 1165 ein doppeltes Ehebündnis: Heinrichs Töchter Eleonore und Mathilde sollten mit dem Sohn des Kaisers und mit Heinrich dem Löwen verheiratet werden. Die Ehe mit Heinrich dem Löwen fand am 1. Februar 1168 in Minden statt, die andere Verbindung scheiterte am frühen Tod des Staufersohns 1169. 1168 bot eine Delegation um Heinrich den Löwen, Philipp I. von Heinsberg und Christian von Buch in Rouen Waffenhilfe an, doch der englische Klerus verweigerte die Zustimmung. Nachdem Heinrich der Löwe dem Kaiser 1174 und 1176 die Heerfolge verweigert hatte, wurde er geächtet und seiner Herzogtümer entledigt; er unterwarf sich 1181 und ging bis 1185 ins Exil, das er mit seiner Frau Mathilde am englischen Hof verbrachte.

In den 1160er Jahren teilte Heinrich sein Reich unter seinen Söhnen auf: Heinrich der Jüngere sollte England, die Normandie und Anjou erhalten, Richard Löwenherz Aquitanien, Gottfried die Bretagne und Johann Ohneland Savoyen, Mortain und die irischen Gebiete. Da die Macht zunächst bei Heinrich blieb, rebellierten die Söhne 1173 mit Unterstützung ihrer Mutter Eleonore und suchten Hilfe beim französischen König und bei Wilhelm dem Löwen von Schottland. Nach dessen Gefangennahme 1174 brach der Aufstand zusammen, und im Vertrag von Falaise musste Schottland die englische Oberherrschaft anerkennen. Heinrich der Jüngere starb 1183, Gottfried 1186. Richard griff 1189 mit Hilfe Philipps II. von Frankreich seinen Vater an und besiegte ihn; Heinrich musste ihn als Erben anerkennen und starb zwei Tage später, am 6. Juli 1189, in Chinon.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Heinrich II. (England)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 265890873redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
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