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Heinrich II. (Österreich)

Pfalzgraf bei Rhein, Markgraf von Österreich, Herzog von Bayern und Herzog von Österreich

m April 1140 belehnte König Konrad III. seinen Halbbruder Heinrich mit der Pfalzgrafschaft bei Rhein, um die salischen Erbgüter am Mittelrhein zu sichern. Schon im Oktober 1141 starb Heinrichs kinderloser Bruder Leopold IV., woraufhin Heinrich ihm als Herzog von Bayern und Markgraf von Österreich folgte. Heinrich residierte fortan in Regensburg, der damaligen Hauptstadt Bayerns. Das Pfalzgrafenamt ging an Hermann von Stahleck. Im Mai 1142 heiratete Heinrich Gertrud von Sachsen, die einzige Tochter Kaiser Lothars III. und Witwe Heinrichs des Stolzen. Sie starb am 18. April 1143 bei der Geburt ihres ersten gemeinsamen Kindes.

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1147 nahm Heinrich als Herzog von Bayern am Zweiten Kreuzzug teil. Er lieh sich Geld von Klöstern, setzte seinen Bruder Konrad als Landesverweser ein und schloss sich im Mai 1147 dem Zug König Konrads III. an, der von Regensburg über Wien nach Ungarn führte. Am 25. Oktober 1147 endete der Kreuzzug in der Schlacht von Doryläum am Fluss Tembris in Kleinasien mit einer Katastrophe. Nur wenige Ritter konnten fliehen, darunter Heinrich II. und der junge Friedrich von Schwaben, der spätere Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Auf der Heimreise heiratete Heinrich Ende 1148 die byzantinische Prinzessin Theodora Komnena, eine Nichte Kaiser Manuels I.

1138 hatte Konrad III. Heinrich dem Stolzen das Herzogtum Bayern entzogen und an die Babenberger weitergegeben. 1156 belehnte der neue Kaiser Friedrich I. den Sohn Heinrichs des Stolzen, Heinrich den Löwen, mit Bayern, um einen Ausgleich mit den Welfen zu erreichen. Als Entschädigung erhielt der Babenberger das Privilegium minus, durch das Österreich ein von Bayern unabhängiges Herzogtum wurde. Anders als sein Vater, der meist in Klosterneuburg regierte, erhob Heinrich 1145 Wien zu seiner Residenz. Erst dadurch überflügelte Wien Städte wie Krems, Melk oder Klosterneuburg und blieb seither Hauptstadt des Landes. 1147 wurde der erste Vorgängerbau des Stephansdoms fertiggestellt und geweiht. 1155 stiftete Heinrich das Schottenkloster in Wien, wo er später begraben wurde.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Heinrich II. (Österreich)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 270552486redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: C.Stadler/Bwagentstanden 2012CC BY-SA 3.0 atQuelle