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Heinrich (VII.) (HRR)

römisch-deutscher König (1220-1235), König von Sizilien, Herzog von Schwaben

einrich wurde 1211 in Sizilien geboren und bereits 1212 von Papst Innozenz III. zum König von Sizilien gekrönt, während die Regentschaft seiner Mutter übertragen wurde. 1216 rief ihn sein Vater nach Deutschland und betraute ihn mit der Verwaltung des Herzogtums Schwaben, später mit dem Rektorat Burgund. Am 26. April 1220 wählten ihn die Fürsten in Frankfurt am Main zum römisch-deutschen König, wofür Friedrich II. die Confoederatio cum principibus ecclesiasticis erließ. Papst Honorius III. erkannte die Wahl jedoch nicht an. Nach Friedrichs Rückkehr nach Italien übernahm Erzbischof Engelbert I. von Köln die Reichsverweserschaft und krönte Heinrich 1222 in Aachen zum König. Nach Engelberts Tod wurde 1226 Herzog Ludwig I. von Bayern Reichsverweser. 1225 heiratete Heinrich in Nürnberg Margarete, Tochter Herzog Leopolds VI. von Österreich.

1228 übernahm Heinrich nach dem Seitenwechsel Ludwigs von Bayern selbst die Regierung und betrieb eine städtefreundliche Politik, die die Fürsten gegen ihn aufbrachte. Diese zwangen ihn 1231 in Worms zum Erlass des Statutum in favorem principum. Es entwickelte sich ein tiefes Zerwürfnis mit seinem Vater, das sich in gegenseitigen Auseinandersetzungen und Bündnissen zeigte. 1234 schloss Heinrich in Boppard ein Bündnis mit der fürstlichen Opposition gegen den Kaiser. Papst Gregor IX. bannte ihn daraufhin. Friedrich II. zog nach Deutschland, sein Heer wuchs stark an. Heinrich unterlag am 21. Juni 1235 in der Schlacht im Swiggertal und musste sich am 2. Juli 1235 in Wimpfen unterwerfen. Am 4. Juli 1235 wurde er in Worms von seinem Vater entthront und gefangen gesetzt.

Heinrich wurde an verschiedenen Orten gefangen gehalten, zuletzt in Nicastro in Kalabrien. 1242 stürzte er beim Wechsel des Gefängnisses mit seinem Pferd in einen Abgrund und starb wohl am 12. Februar 1242 in Martirano an den Folgen. Einige Chronisten sprachen von Selbstmord. Sein Vater ließ ihn mit königlichen Ehren im Dom von Cosenza beisetzen. Eine Untersuchung im Jahr 2000 ergab, dass Heinrich an Lepra erkrankt war. Als Nachfolger ließ Friedrich 1237 in Wien seinen zweitgeborenen Sohn Konrad IV. zum römisch-deutschen König wählen.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Heinrich (VII.) (HRR)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 269248503redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
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