Heinrich von Holk
General während des Dreißigjährigen Krieges
olk wurde als Sohn des Festungskommandanten Detlev Holck erzogen und besuchte Schulen in Dänemark und 1614 bis 1617 in Heidelberg, bevor er sich dem Soldatenberuf zuwandte. 1622 zog er als Reiteroberst mit Christian von Braunschweig in die Pfalz. Ab 1625 diente er unter Christian IV. auf protestantischer Seite und verlor 1627 bei Bernstein ein Auge, wobei er in kaiserliche Gefangenschaft geriet. Nach seiner Freilassung übernahm er 1628 die Verteidigung von Stralsund gegen Wallensteins Belagerung. Mit neunundzwanzig Jahren leitete er die Verteidigung so erfolgreich, dass Wallenstein am 21. Juli die Belagerung aufgeben musste. Die Stadt blieb danach fast 200 Jahre, bis 1815, in fremder Hand.
Nach dem Frieden von Lübeck 1629 wechselte Holk die Seiten. Am 26. März 1630 erhielt er von Kaiser Ferdinand II. die Bestallung als Oberst. Er wurde Vertrauter Wallensteins, kritisierte in Briefen die Kriegführung anderer Generale und nahm 1631 unter Tilly an der Eroberung Magdeburgs teil. 1632 wurde er Generalwachtmeister, in der Schlacht bei Lützen am 6. November 1632 übernahm er das Kommando über den linken Flügel. Im Dezember wurde er zum Feldmarschall befördert, im April 1633 in den Grafenstand erhoben. Im Sommer 1633 eroberte er ein drittes Mal Leipzig. Bei einer Unternehmung in Sachsen erkrankte er an der Pest und starb im Alter von 34 Jahren.
Während der Belagerung von Stralsund heiratete Holk am 22. Juni 1628 Hilleborg Kra(vf)se. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor, Christian Detlev Christoffer und Heinrich Detlef, beide dänische Offiziere.