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Stralsund

Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

tralsund erhielt am 31. Oktober 1234 vom rügenschen Fürsten Wizlaw I. das Stadtrecht nach Rostocker beziehungsweise Lübecker Vorbild, nachdem die Gegend zuvor von Slawen besiedelt worden war. Siedler aus Westfalen machten die Stadt rasch zu einem bedeutenden Handelsplatz im Ostseeraum. Nach dem Erlöschen des Fürstentums Rügen 1325 gehörte Stralsund zu Pommern-Wolgast. Im 14. Jahrhundert war sie nach Lübeck die bedeutendste Hansestadt im südlichen Ostseeraum. Zahlreiche Auseinandersetzungen mit den dänischen Herrschern gipfelten 1370 im Frieden von Stralsund. Mit dem Niedergang der Hanse nahm die Bedeutung der Stadt später wieder ab.

StralsundOrt auf der Karte 164854.3092 N, 13.0819 OAuf der Karte zeigen

1525 traten die Bürger Stralsunds mehrheitlich zum evangelischen Glauben über, die Stadt wurde damit Schrittmacher der Reformation in Norddeutschland. Im Dreißigjährigen Krieg widerstand Stralsund mit Hilfe von Schweden und Dänemark der Belagerung durch Wallensteins Truppen. Es folgte eine fast 200-jährige Zugehörigkeit zum Königreich Schweden als Teil von Schwedisch-Pommern. Im Pommernfeldzug 1715/1716 wurde die Festung Stralsund am 23. Dezember 1715 von den verbündeten Dänen, Preußen und Sachsen eingenommen und dänisch. 1720 kam sie im Frieden von Frederiksborg zusammen mit Rügen und dem pommerschen Festland nördlich der Peene wieder an Schweden zurück.

Nachdem Napoleon befohlen hatte, den Vierten Koalitionskrieg gegen Schweden über den Frieden von Tilsit vom 7. Juli 1807 hinaus fortzuführen, nahmen französische Truppen am 20. August 1807 Stralsund ein. Im Mai 1809 gelang es einem von Ferdinand von Schill geführten Freikorps kurzzeitig, die französischen Besatzer aus der Stadt zu vertreiben. Durch den Pariser Frieden vom 6. Januar 1810 erhielten die Schweden Stralsund zurück. 1815 kam die Stadt zu Preußen und wurde Sitz einer Oberpostdirektion, eines Regierungsbezirks mit fünf Kreisen und der preußischen Marinebasis, die 1871 nach Kiel verlegt wurde. 1868 verschmolzen die Oberpostdirektionen Stralsund und Stettin zur Oberpostdirektion Stettin.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel StralsundVersionsgeschichteBearbeitungsstand 268887248redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Ralf Roletschekentstanden 2020CC BY-SA 1.0 fiQuelle