Schlacht bei Lützen
Schlacht des Dreißigjährigen Kriegs
ach der Schlacht an der Alten Veste im September 1632 zog Gustav Adolf nach Schwaben, während Wallenstein sich gegen Sachsen wandte, um den Kurfürsten Johann Georg I. im protestantischen Lager zu halten. Wallenstein bezog Stellung bei Weißenfels, Gustav Adolf besetzte Erfurt und lagerte bei Naumburg. Wallenstein verlegte sein Lager nach Lützen, um sich zwischen Schweden und Elbe zu stellen und die Rückzugswege nach Böhmen offenzuhalten. Er schickte Gallas mit Truppen nach Schlesien, nahm den Befehl aber am 10. November zurück, sodass Gallas nicht mehr rechtzeitig eintraf. Am 15. November brach Gustav Adolf von Naumburg auf, um sich mit sächsischen Truppen zu vereinen, stieß dabei aber auf kaiserliche Truppen unter Colloredo, die durch Verteidigung zweier Brücken über die Rippach einen sofortigen Angriff verzögerten. Wallenstein beorderte Pappenheim eilig zurück, doch dieser erreichte die Hauptarmee in der Nacht nicht mehr.
Wallenstein nahm nördlich der Straße von Lützen nach Leipzig Stellung, lehnte sich rechts an den Ort Lützen mit seinen etwa 300 Häusern und einem festen Schloss an und zog sich links bis zum Floßgraben. Seine Schlachtordnung war der schwedischen Taktik angepasst, mit Reihen nie tiefer als zehn Mann. Im Zentrum standen sieben Divisionen zu je 1000 Mann. Der rechte Flügel war mit vier Regimentern gepanzerter Reiterei und 14 Geschützen stark, der linke Flügel dagegen schwach und sollte durch die noch erwarteten Pappenheimer Reiter verstärkt werden. Die Schweden stellten sich südlich der Leipziger Straße auf, mit etwa 18.700 einsatzfähigen Truppen gegenüber 13.900 Kaiserlichen ohne Pappenheim, und verfügten zusätzlich über rund 40 kleine Regimentsstücke.
Gegen elf Uhr löste sich der Nebel, und Gustav Adolf führte den ersten Angriff gegen den schwachen linken kaiserlichen Flügel, wodurch die Schlacht gegen zwölf Uhr zugunsten der Protestanten zu entscheiden schien. Da traf Pappenheim mit etwa 3000 Reitern ein und drängte die Schweden zurück, wurde jedoch selbst tödlich verwundet und starb am nächsten Morgen. Piccolomini stabilisierte danach mit mehreren Reiterattacken den östlichen Flügel. Auf dem westlichen, Lützener Flügel geriet Gustav Adolf im Nebel zu nahe an die feindlichen Linien, wurde durch einen Musketenschuss verwundet und schließlich von kaiserlichen Reitern getötet, gegen ein Uhr mittags. Die Kämpfe dauerten bis zur Dunkelheit, dann gab Wallenstein bei Aussichtslosigkeit den Befehl zum geordneten Rückzug, während die Schweden in ihren Ausgangsstellungen lagerten.