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Herzogtum Bayern

Herzogtum innerhalb des Heiligen Römischen Reiches (907–1805)

Vom Stammesherzogtum zum jüngeren Bayern

as bairische Stammesherzogtum lässt sich bis in die Jahre 551/555 zurückverfolgen. 976 wurde das neu geschaffene Herzogtum Kärnten von Baiern abgetrennt. 1156 gab man das Herzogtum auf dem Reichstag von Regensburg an die Welfen unter Heinrich dem Löwen zurück, nachdem es zuvor um die Marcha Orientalis verkleinert worden war, aus der später Österreich entstehen sollte. 1180 endete mit der Verbannung Heinrichs des Löwen und der Abtrennung der Steiermark als eigenes Herzogtum das jüngere bairische Stammesherzogtum.

RegensburgOrt auf der Karte 164849.0167 N, 12.0833 OAuf der Karte zeigen

Teilungen und die Kaiserwürde Ludwigs des Bayern

1255 kam es zur Teilung in Oberbayern mit Sitz in München und Heidelberg und Niederbayern mit Sitz in Landshut und Burghausen. 1340 starben die niederbayerischen Herzöge aus und wurden vom oberbayerischen Herzog Ludwig IV. dem Bayern beerbt. Dieser wurde 1314 deutscher König und erhielt 1328 als erster Wittelsbacher die Kaiserwürde. Im Hausvertrag von Pavia von 1329 teilte er den Besitz in die pfälzische Linie seines Bruders und seine eigene altbaierische Linie auf. Mit der Goldenen Bulle von 1356 ging die Kurfürstenwürde für die altbaierische Linie an die Pfalz verloren. Das bayerische Erbe Kaiser Ludwigs wurde 1349 im Landsberger Vertrag unter seinen sechs Söhnen geteilt.

Wiedervereinigung unter Albrecht IV.

Herzog Albrecht IV. von Oberbayern-München vereinigte nach dem verheerenden Landshuter Erbfolgekrieg von 1504/05 Altbayern im Jahr 1506 wieder und beendete durch ein Primogeniturgesetz die Teilungen. Das Herzogtum stand auf dem Reichstag an zweiter Stelle im Reichsfürstenrat und gehörte seit der Gründung im Jahr 1500 zum Bayerischen Reichskreis, in dem es meist den Kreisobristen stellte. Nach Albrechts Tod regierten Wilhelm IV. und sein jüngerer Bruder Ludwig X. gemeinsam, wobei Ludwig Landshut und Straubing verwaltete. Sein Tod 1545 markierte das endgültige Ende der Landesteilungen des Herzogtums Bayern.

Aufstieg zur Kurwürde im Dreißigjährigen Krieg

1607 besetzte der Bayernherzog die freie Reichsstadt Donauwörth und verleibte sie seinem Herzogtum ein. 1609 schlossen sich die katholischen Kräfte unter Führung des bayerischen Herzogs Maximilian I. zur Liga zusammen. In der Schlacht am Weißen Berge bei Prag besiegten die Truppen der Liga unter Tilly 1620 die Protestanten. Als Dank erhielt Maximilian I. 1623 die Pfälzer Kurwürde und 1628 die Oberpfalz als Kriegsentschädigung. Im Westfälischen Frieden von 1648 wurden die Kurfürstenwürde und die Gebietsgewinne Bayerns bestätigt.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Herzogtum BayernVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270512786redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Philipp Apianentstanden 1568Public domainQuelle