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Herzogtum Berg

Territorium des Heiligen Römischen Reiches ab 1380, Nachfolger der Grafschaft Berg

160 wurde der bergische Herrschaftsbereich unter Adolfs Söhnen Everhard und Engelbert aufgeteilt. Adolf II. hatte sechs Söhne, konnte aber nicht alle mit Land versorgen, ohne die Dynastie zu schwächen. Sein ältester Sohn Adolf starb 1148 vor Damaskus im Zweiten Kreuzzug. Everhard und Engelbert führte er ins weltliche, Friedrich und Bruno ins geistliche Leben ein. Der jüngste Sohn, ebenfalls Adolf, wurde erst 1160 geboren und schied vermutlich von einem Erbanspruch aus.

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Als Adolf III. 1218 ohne männlichen Erben starb, erhob das Haus Limburg über seine Tochter Irmgard Erbanspruch auf den bergischen Besitz. Adolfs jüngerer Bruder, der Kölner Erzbischof Engelbert I., fürchtete, die Limburger würden dem Erzbischof nicht treu bleiben, wies die Ansprüche mit Waffengewalt zurück und übernahm als Engelbert II. selbst die Herrschaft über Berg. Mit seiner Ermordung 1225 endete das bergische Grafengeschlecht in männlicher Linie, und Berg gelangte an das Haus Limburg, das seine Erbansprüche damit schließlich durchsetzen konnte.

Graf Wilhelm II. von Berg und Ravensberg erhielt am 24. Mai 1380 auf dem Reichstag zu Aachen von König Wenzel die Herzogswürde; die Grafschaft Berg wurde zum Herzogtum erhoben. Noch im selben Jahr gab der Herzog Schloss Burg als Residenz auf, neuer Regierungssitz wurde Düsseldorf. Mit der Wahl Düsseldorfs als Hauptstadt und dem Bau einer neuen Residenz am Handelsweg Rhein wollte Wilhelm II. seine erhöhte Stellung im Reich zum Ausdruck bringen. Zudem wurde Wilhelms Tochter Beatrix von Berg 1385 durch Heirat Kurfürstin von der Pfalz. Sein Sohn Herzog Adolf VII. bekam nach dem Tode des Herzogs Rainald von Jülich und Geldern 1423 die Herzogtümer Jülich und Geldern bestätigt.

Am 15. März 1806 trat König Maximilian I. Joseph von Bayern sein Herzogtum Berg an Napoleon ab. Das Kurfürstentum Pfalzbayern hatte sich 1805 im Vertrag von Schönbrunn dazu im Tausch gegen das Fürstentum Ansbach verpflichtet. Napoleon übereignete noch am selben Tag die Souveränität über die Herzogtümer Berg und Kleve an seinen Schwager, den französischen Prinzen Joachim Murat, der dadurch vorübergehend auch ein deutscher Reichsfürst wurde. Der linksrheinische Teil des Herzogtums Kleve war bereits seit 1797/1801 französisches Staatsgebiet. Murat nahm sein Land am 19. März 1806 in Köln zunächst als Herzog von Kleve und Berg in Besitz und ließ sich acht Tage später von den Landständen in Düsseldorf huldigen.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Herzogtum BergVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270670534redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Erich Philipp Ploenniesentstanden 1715Public domainQuelle