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Herzogtum Geldern

historischer Staat

Vom Reichslehen zur Grafschaft

m 1021 erhielten die Wassenberger ein Reichslehen für das Gebiet von Wassenberg. 1054 kam das Lehen für den Hattuaria-Gau am Niederrhein vom Kölner Erzbischof Hermann II. hinzu. In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts wurden weitere Reichslehen mit Grafschaftsrechten in der Wetterau, im Hamaland, in Westfalen und beim Reichswald bei Kleve erworben. Auch vom Utrechter Hochstift stammende Grafschaftsrechte für den Gau Teisterbant und die Betuwe kamen dazu, ebenso Vogteirechte für das Utrechter Marienstift. Diese Ausdehnung führte zeitweise zu Problemen mit den Grafen von Holland. Ab 1118/1125 setzte sich die Bezeichnung Grafen von Geldern durch, in diese Zeit wird auch der Bau der ersten Burg Geldern datiert.

GeldernOrt auf der Karte 164851.5167 N, 6.3333 OAuf der Karte zeigen

Erhebung zum Herzogtum und Stagnation

Nach der Erhebung von Rainald II. am 19. März 1339 in den Reichsfürstenstand und der Umwandlung der Grafschaft in ein Herzogtum hatte das Territorium bereits weitgehend seinen größten Umfang erreicht und stagnierte. Nachfolgeprobleme ohne männlichen Erben und Kriege mit anderen Herzogtümern oder interne Auseinandersetzungen beanspruchten hohe finanzielle Mittel. Durch Finanznot wurden Teilgebiete verpfändet, manchmal ohne dass die Ablösung gelang, was zum endgültigen Verlust führte. Dennoch gab es Erwerbungen, etwa der Städte Born, Sittard und Susteren sowie der Herrschaft Cuijk 1400. Born, Sittard und Susteren wurden für 70.000 Gulden von Johann von Salm gekauft, bereits 1412 aber Born und Sittard an Wilhelm von Arken für 50.000 Gulden verpfändet. Susteren wechselte mehrmals zwischen Geldern und Jülich, Cuijk blieb nicht lange Teil des Herzogtums.

Ende der Selbstständigkeit unter Karl V.

Ab 1528 wurde Karl von Egmond von Karl V. im Vertrag von Gorkum gezwungen, Geldern und Zutphen als Reichslehen anzuerkennen. 1534 übereignete er im Geheimvertrag von Grunsvoort dennoch sein Erbe für den Todesfall an den König von Frankreich. Karl V. zwang ihn 1536 im Vertrag von Grave, dies zu widerrufen. Die Stände nötigten Karl 1538 zur Abtretung des Landes an den Sohn des Herzogs der Vereinigten Herzogtümer, Johann von Jülich-Kleve-Berg. Noch im selben Jahr starb Karl und Wilhelm der Reiche wurde Herzog von Geldern. 1543 erschien Karl V. selbst am Niederrhein und zwang Herzog Wilhelm im Vertrag von Venlo vom 7. September, Geldern abzutreten, das nun mit den habsburgisch-burgundischen Niederlanden vereinigt wurde. 1579 schlossen sich Zutphen, die Quartiere Arnhem und Nijmegen und der nördliche Teil Obergelderns der Utrechter Union an.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Herzogtum GeldernVersionsgeschichteBearbeitungsstand 267589289redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Le sieur de Bellenville, roi d'armes en Artois.entstanden um 1380Public domainQuelle