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Herzogtum Jülich-Berg

auf Personalunion beruhende Verbindung der Herzogtümer Jülich und Berg

Geschichte

erg fiel 1348 durch Erbfall an Gerhard aus dem Jülicher Grafenhaus, Ravensberg war ihm bereits 1346 zugefallen. Jülich und Berg wurden 1356 beziehungsweise 1380 zu Herzogtümern erhoben. Nach dem Aussterben der Jülicher Hauptlinie 1423 trat Herzog Adolf aus der bergischen Linie auch in Jülich die Herrschaft an, womit Jülich-Berg entstand. Ihm folgte 1437 sein Neffe Gerhard, dessen Sohn Wilhelm 1475 das Doppelherzogtum übernahm. Unter Wilhelm kam es zum langen Streit mit Karl von Egmond um Jülich, der 1499 in Orléans durch Vermittlung des französischen Königs beigelegt wurde. Da das Haus Jülich im Mannesstamm auszusterben drohte, verheiratete Wilhelm seine Tochter Maria 1510 mit Johann von Kleve-Mark, der 1511 in Jülich-Berg-Ravensberg und 1521 in Kleve-Mark die Herrschaft antrat und so den Territorialkomplex Jülich-Kleve-Berg begründete.

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Haus Kleve-Mark

Nach der Vereinigung mit Kleve-Mark regierte das Haus in Personalunion mit Ravensberg, seit 1521 auch mit Kleve-Mark und von 1538 bis 1543 zusätzlich mit Geldern. Johann, genannt der Friedfertige, herrschte von 1511 bis 1539, ihm folgte Wilhelm der Reiche von 1539 bis 1592 und danach Johann Wilhelm von 1592 bis 1609. Nach dessen Tod kam es von 1609 bis 1614 zum Erbfolgestreit.

Haus Wittelsbach

Ab 1614 herrschte das Haus Wittelsbach in Personalunion mit Pfalz-Neuburg, seit 1685 auch mit der Kurpfalz, ab 1742 mit Sulzbach und ab 1777 mit Kurbayern. Auf Wolfgang Wilhelm von 1614 bis 1653 folgten Philipp Wilhelm, Johann Wilhelm II., Karl Philipp und schließlich Karl Theodor von 1742 bis 1799, der für Jülich und Berg von 1795 bis 1799 nur noch de jure regierte. Maximilian Joseph übernahm von 1799 bis 1801 für Jülich und Berg die Herrschaft de jure gemäß dem Frieden von Lunéville, für Berg von 1801 bis 1806 auch de facto.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Herzogtum Jülich-BergVersionsgeschichteBearbeitungsstand 258908217redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Hagen Bobzinentstanden 2010Public domainQuelle