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Hochstift Freising

historisches Fürstentum

um Hochstift Freising gehörten im engeren Sinn nur die vier immediaten Landesteile, die ohne Zwischeninstanz direkt dem Fürstbischof unterstanden. Daneben besaß der Fürstbischof zahlreiche Hofmarken im altbayerischen Raum sowie Streubesitz in Niederösterreich, Steiermark, Krain und Tirol einschließlich Südtirol. Um 1800 umfasste das Hochstift in diesen Landes- und Herrschaftsteilen etwa 15.000 Einwohner.

Hochstift FreisingTerritorium auf der Karte 1648Auf der Karte zeigen

Zu den immediaten Landesteilen zählten Stadt und Burgfrieden Freising an der Isar zwischen München und Landshut mit etwa 4.000 Einwohnern, die Grafschaft auf dem Yserrain als schmaler Landkorridor um Ismaning am Ostufer der Isar bis nach Oberföhring, die Herrschaft Burgrain mit dem Kloster Isen sowie die Grafschaft Werdenfels mit den Orten Garmisch, Partenkirchen und Mittenwald.

Um 720/30 gründete der heilige Korbinian das Bistum Freising. In zwei Käufen 1249 und 1294 erwarben die Freisinger Bischöfe die Grafschaft Werdenfels, und 1294 wurde das Bistum zum Hochstift erhoben, mit Emicho Wildgraf von Kyrburg als erstem Fürstbischof. Als Nachbar des weit größeren Herzogtums und späteren Kurfürstentums Bayern war das Hochstift oft in Konflikte verstrickt. Seit dem 15. Jahrhundert gelang es den bayerischen Herzögen und Kurfürsten häufig, eigene Familienmitglieder auf den Freisinger Bischofsstuhl zu setzen.

Im Dreißigjährigen Krieg forderte der schwedische König Gustav Adolf 1632 auf seinem Weg nach München 30.000 Gulden von Freising und brandschatzte die Stadt trotzdem. Am 27. November 1802 wurde Freising noch vor dem Reichsdeputationshauptschluss von kurpfalzbairischen Truppen unter Johann Adam von Aretin annektiert, die Herrschaft des letzten Fürstbischofs Joseph Konrad Freiherr von Schroffenberg aufgehoben und der kirchliche Besitz durch das Königreich Bayern enteignet. Das 1817 durch das bayerische Konkordat neubegründete und 1821 errichtete Erzbistum München und Freising trat die Nachfolge der Diözese an, wodurch der Bischofssitz nach München verlegt wurde.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Hochstift FreisingVersionsgeschichteBearbeitungsstand 263432811redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Franz Johann Joseph von Reillyentstanden 1792Public domainQuelle