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Hochstift Osnabrück

reichsunmittelbares Territorium

ie Landesherrschaft des Bischofs entwickelte sich im 13. und 14. Jahrhundert durch den Erwerb der Gerichtsbarkeit 1225, den Erwerb der Osnabrücker Hochvogtei 1236 und den Bau von Landesburgen. Am Ende des 14. Jahrhunderts war sie völlig ausgeformt. Verwaltet wurde das Hochstift in den Ämtern Fürstenau, Iburg, Grönenberg, Vörden, Wittlage, Hunteburg, Reckenberg und der Landstadt Osnabrück. Ab 1543 leitete der zeitweilig lutherische Bischof Franz von Waldeck mit Hermann Bonnus die Reformation ein. Weder die lutherische noch die katholische Lehre konnte sich durchsetzen, der Grundsatz Cuius regio, eius religio ließ sich nicht umsetzen. Die kirchliche Glaubensausübung war eine Mischung aus katholischen und lutherischen Elementen. Erst 1623 begann Bischof Eitel Friedrich Kardinal von Hohenzollern-Sigmaringen die Gegenreformation.

Fürstbistum OsnabrückTerritorium auf der Karte 164852.2833 N, 8.1464 OAuf der Karte zeigen

Im Dreißigjährigen Krieg war das Hochstift zeitweilig von Truppen der Liga, der Union sowie dänischen und schwedischen Truppen besetzt. Nach Artikel XIII des Westfälischen Friedensvertrags und den Beschlüssen des Nürnberger Exekutionstags von 1650 wurde in der Immerwährenden Kapitulation die Landesherrschaft abwechselnd von einem katholischen, vom Domkapitel gewählten Bischof und einem lutherischen Bischof aus dem Haus Braunschweig-Lüneburg ausgeübt. Diese Regelung galt bis 1802. Nach 1648 übernahm zunächst wieder Franz Wilhelm von Wartenberg die Herrschaft, nach dessen Tod 1662 wurde Ernst August erster lutherischer Fürstbischof, der 1692 Kurfürst von Braunschweig und Lüneburg wurde. Ihm folgte 1698 der katholische Karl Joseph von Lothringen. 1716 wurde Ernst August II. gewählt, später Clemens August von Bayern von 1728 bis 1761. 1764 setzte Georg III. die Wahl seines Sohnes Friedrich August durch. Durch den Frieden von Lunéville 1801 wurde das Hochstift 1802 dem Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg zugesprochen, der letzte Fürstbischof Friedrich legte am 29. Oktober 1802 die Herrschaft nieder. Die Säkularisation wurde mit dem Reichsdeputationshauptschluss am 25. Februar 1803 bestätigt.

Ab 1802 wurde das Fürstentum Osnabrück in Personalunion von den Kurfürsten von Braunschweig-Lüneburg regiert. 1806 kam es zum Königreich Preußen, 1807 zum Königreich Westphalen, 1811 an das Kaiserreich Frankreich, und 1815 wurde es auf dem Wiener Kongress dem Königreich Hannover zugeschlagen. Das Amt Reckenberg wurde als Exklave der preußischen Provinz Westfalen zugeschlagen, Teile des Amtes Vörden kamen zum Großherzogtum Oldenburg. Im Königreich Hannover gehörte das Fürstentum zur Landdrostei Osnabrück und fiel mit ihr 1866 an Preußen. 1885 wurde die Landdrostei durch den Regierungsbezirk Osnabrück abgelöst, 1972 entstand der neue Landkreis Osnabrück, dessen Grenzen weitgehend denen des alten Hochstifts entsprechen.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Hochstift OsnabrückVersionsgeschichteBearbeitungsstand 266809172redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: MrsMyer in der Wikipedia auf Deutschentstanden 2008CC BY-SA 3.0 deQuelle