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Hochstift Straßburg

Fürstbistum Straßburg

as Bistum Straßburg geht wohl bis in die römische Zeit zurück und wurde nach der Völkerwanderung neu begründet. Es gehörte seit fränkischer Zeit bis 1801 zur Kirchenprovinz Mainz. Besitzungen seit der Merowingerzeit in der Umgebung von Straßburg waren eine Voraussetzung für die spätere Territorialbildung. Besonders Dagobert I. tat sich mit Schenkungen an die Straßburger Kirche hervor. Die Bischöfe erhielten die Grafengewalt, 974 das Münzrecht und 982 die Gerichtsbarkeit in der Stadt Straßburg und verfügten damit über die Regalien. Sie waren überwiegend reichstreu, auch während des Investiturstreites. Der 1082 zum Bischof erhobene Staufer Otto erhielt wie seine Nachfolger vom Kaiser die Investitur, im Gegensatz zum Domkapitel, das den gregorianischen Päpsten anhing. Schließlich erlangte das Kapitel das Recht der Bischofswahl, und das Bistum stand fortan auf päpstlicher Seite gegen die Staufer. Im Jahr 1199 wurde die Stadt Straßburg daher von Philipp von Schwaben erobert.

StrassburgOrt auf der Karte 164848.5844 N, 7.7486 OAuf der Karte zeigen

Während der Stauferzeit entstanden mehrere Reichsstädte auf bislang bischöflichem Besitz. Zwischen 1223 und 1260 gelang es den Bischöfen Berthold I. von Teck und Heinrich III. von Stahleck, ein größeres weltliches Territorium aufzubauen, das zwischen Landau in der Pfalz und dem Bielersee lag. Als Heinrich von Stahleck 1256 die Rechte der Stadt Straßburg einschränken wollte, kam es zu Konflikten, die unter seinem Nachfolger Walter von Geroldseck eskalierten. Die Kontrolle über die Stadt Straßburg ging nach dem Sieg der Bürger über den Bischof in der Schlacht von Hausbergen 1262 dauerhaft verloren. Rudolf von Habsburg eroberte als Verbündeter der Straßburger einige bedeutende Städte. Straßburg wurde 1352 reichsunmittelbar. Seit 1359 führten die Bischöfe den Titel eines Landgrafen des Elsass. In der Mitte des 14. Jahrhunderts umfasste das Gebiet etwa 1400 Quadratkilometer mit etwa 300 Ortschaften. Die Bischöfe residierten seit 1444 meist in Zabern.

Die Reformation fand zur Zeit von Wilhelm von Hohnstein rasch Eingang in der Region, insbesondere wurde die Reichsstadt Straßburg zu einem Zentrum der Reformation. Der Bauernkrieg von 1525 wurde auch im Hochstift blutig niedergeschlagen. Erst Bischof Johann IV. von Manderscheid-Blankenheim ging gegen den Protestantismus im Domkapitel vor, was zum Diebeskrieg führte. Nach seinem Tod beanspruchten ein katholischer und ein protestantischer Kandidat die Herrschaft, woraus der Straßburger Kapitelstreit entstand, der erst 1604 endete. Die Kriegskosten zwangen das Stift, das Renchtal an das lutherische Württemberg zu verpfänden. Der Besitz wurde zwischen Domkapitel und Bischof aufgeteilt. Die Bischöfe Leopold und Leopold Wilhelm aus dem Hause Habsburg versuchten vergeblich, das Straßburger Münster für die Katholiken zurückzubekommen. Zeitweise wurden die Bischöfe während des Dreißigjährigen Krieges vertrieben.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Hochstift StraßburgVersionsgeschichteBearbeitungsstand 242723819redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
OwenBlackerentstanden 2007Public domainQuelle