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Kurfürstentum Baden

ehemaliges deutsches Territorium (1803-1806)

ie Markgrafschaft Baden war 1771 aus der Vereinigung von Baden-Durlach und Baden-Baden entstanden und umfasste zu Beginn des 19. Jahrhunderts 64,88 geographische Quadratmeilen mit rund 229.000 Einwohnern. 1796 verlor sie durch den Pariser Friedensvertrag linksrheinisch 13,5 Quadratmeilen mit 34 140 Bewohnern an Frankreich. Als Ausgleich erhielt sie 1803 durch den Reichsdeputationshauptschluss rechtsrheinisch 61,77 Quadratmeilen mit 253 396 neuen Bewohnern, also etwa das Dreifache an Fläche und das Fünffache an Bevölkerung. Baden hatte geltend gemacht, durch hohe Kontributionen und Kriegsschäden besonders belastet worden zu sein.

Während der Entschädigungsverhandlungen forderte der badische Gesandte Sigismund von Reitzenstein die Eingliederung der rechtsrheinischen Kurpfalz-Gebiete nach Baden, ursprünglich nur um eine Verhandlungsposition aufzubauen. Bayern erklärte sich zum Verzicht bereit, sofern es näher am Kernland gelegene Gebiete erhielte. Bayern erhielt daraufhin vor allem das Hochstift Augsburg und verzichtete auf die überschuldete Kurpfalz mit Mannheim und Heidelberg.

Im Frieden von Pressburg wurden Baden im Dezember 1805 der größte Teil des vorderösterreichischen Breisgaus und die Ortenau zugesprochen, die tatsächliche Inbesitznahme erfolgte am 15. April 1806. Zudem kamen die Stadt Konstanz und die Deutschordenskomturei Mainau an Baden. Durch die Gewinne in Ortenau und Breisgau wurden die badischen Gebiete im Unterland und Oberland verbunden, und Napoleon hatte an der oberrheinischen Grenze nur noch einen Nachbarn. Da die Regelungen unklar waren, kam es zu Auseinandersetzungen mit Württemberg und einer zeitweisen württembergischen Besetzung des Breisgaus 1806, bis die französische Besatzungsmacht entschied. Auch mit Österreich gab es Streit um Besitzungen der Deutschordenskomturei Mainau.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Kurfürstentum BadenVersionsgeschichteBearbeitungsstand 265765340redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
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