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Ingelheimer Kaiserpfalz

Burg in Rheinland-Pfalz, Deutschland

ie Anwesenheit Karls des Großen in Ingelheim ist erstmals für den September 774 belegt. Seit dem Ende des Jahres 787 verweilte er erneut in Ingelheim, diesmal weitaus länger. Er verbrachte hier Weihnachten und Ostern und blieb bis zur Jahresmitte 788. In diese Zeit fiel die große Reichsversammlung vom Juni 788, auf der Herzog Tassilo III. von Bayern wegen Hochverrats zum Tode verurteilt wurde. Er wurde letztendlich von Karl dem Großen zu Klosterhaft begnadigt. In der modernen Forschung wird das Verfahren als politischer Scheinprozess betrachtet.

Nach seinem langen Aufenthalt im Jahre 787/88 wurde die Pfalz Ingelheim von Karl nicht mehr zu Veranstaltungen benutzt. Die Aachener Pfalz war seine Lieblingspfalz geworden.

Der dem Planideal nach symmetrische Grundriss der Gesamtanlage ist aus zwei einfachen geometrischen Formen zusammengesetzt, einem Quadrat und einem Halbkreis. Die westliche Seite besteht aus der teilweise in ihren Außenmauern noch erhaltenen Königshalle, der Aula regia, nach dem Vorbild antiker Basiliken. Die Aula regia war ein einschiffiger Apsidensaal von 40,5 m × 16,5 m Größe.

Nach dem Ende ihrer Benutzung als Regierungsort nach 1043 verfielen die Gebäude der Pfalz und wurden in spätsalischer beziehungsweise staufischer Zeit zur Burg umgebaut. Sie ist zu einer vielbesuchten Denkmalzone geworden, weil sie die beste darstellbare Pfalz der Karolingerzeit ist.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Ingelheimer KaiserpfalzVersionsgeschichteBearbeitungsstand 269546022redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Braveheart09entstanden 2011CC0Quelle