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Isabella II. (Jerusalem)

Königin von Jerusalem

sabella wurde als Tochter des Königspaares von Jerusalem, Johann von Brienne und Maria von Montferrat, in Akkon geboren. Ihre Mutter starb kurz nach der Geburt, und da die Königswürde von ihr herrührte, wurde die neugeborene Isabella 1212 selbst Königin von Jerusalem. Wegen ihrer Minderjährigkeit blieb ihr Vater Johann bis 1225 Regent. Im November 1225 vermählte sich Kaiser Friedrich II. mit der dreizehnjährigen Königin, vermittelt durch Legaten Papst Honorius III., der auf den Beginn des Fünften Kreuzzugs drängte. Die Trauung fand am 9. November 1225 in der Kathedrale von Brindisi statt. Friedrich beanspruchte danach das Königreich Jerusalem für sein Haus, was zum Bruch mit Johann von Brienne führte.

Die Ehe galt als indifferent. Friedrich betrog Isabella bereits in der Brautnacht mit ihrer Cousine Anais von Brienne und bezeichnete sie öffentlich als Küken. Trotzdem schenkte sie ihm zwei Kinder, ein Mädchen 1226, das bald nach der Geburt starb, und 1228 den Sohn Konrad. Wenige Tage nach dessen Geburt starb Isabella, vermutlich an Kindbettfieber. Nach der Trauung wurde sie erst nach Terracina bei Neapel, dann nach Monreale unweit Palermos geschickt.

Im August 1227 hielt sich Isabella im Kreuzfahrerlager unweit Brindisi bei Friedrich auf, während eine Seuche unter den Kreuzfahrern wütete. Ende August 1227 begab sie sich nach Otranto, wo Friedrich sich endgültig von ihr verabschiedete. Dort entschloss sich der wohl selbst erkrankte Friedrich, den Kreuzzug wegen schwerer Verluste abzubrechen, denen auch Marschall Ludwig IV. von Thüringen und wohl der päpstliche Legat Konrad von Urach zum Opfer fielen. Nach Isabellas Tod war Friedrich als Regent für seinen unmündigen Sohn Konrad zuständig, nahm während seines 1228/29 durchgeführten Kreuzzugs nach Verhandlungen mit Sultan al-Kamil Jerusalem 1229 in Besitz und proklamierte sich in der Grabeskirche selbst zum König von Jerusalem. Die Rechtslage Konrads blieb dabei unklar, da Friedrichs Position von der Mehrheit des Kreuzfahreradels und der Kirche nicht anerkannt wurde. Isabella wurde in der Krypta der Kathedrale von Andria bestattet, wo auch Isabella von England, die dritte Ehefrau Friedrichs, begraben liegt.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Isabella II. (Jerusalem)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 261275690redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Giovanni Villanientstanden 1301–1400Public domainQuelle