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Joachim I. (Brandenburg)

Kurfürst von Brandenburg

oachim war Sohn des Kurfürsten Johann Cicero. 1499 übernahm er mit fünfzehn Jahren gemeinsam mit seinem Bruder Albrecht die Regierung. Die gemeinsame Herrschaft endete 1513, als Albrecht Erzbischof von Magdeburg wurde; 1514 erlangte er zusätzlich Mainz, sodass das Haus Hohenzollern zwei Kurstimmen hielt. Joachim ging entschlossen gegen Raubritter vor und ließ 1506 siebzig von ihnen hängen. 1527 gab er mit der Constitutio Joachimica ein einheitliches Erbrecht nach römischem Recht. 1524 zog er die Herrschaft Ruppin ein. Um Pommern rang er mit den Herzögen Georg I. und Barnim IX., bis 1529 im Vertrag von Grimnitz die pommersche Erbfolge zugesichert wurde. Vor der Kaiserwahl 1519 unterstützte er zunächst Franz I., gab seine Stimme dann Karl V.

BerlinOrt auf der Karte 164852.5172 N, 13.4028 OAuf der Karte zeigen

1502 heiratete Joachim in Stendal Elisabeth von Dänemark, Norwegen und Schweden, die Tochter des dänischen Königs Johann I. Aus der Ehe gingen zwei Söhne und drei Töchter hervor. Der älteste Sohn Joachim II. Hector wurde Kurfürst von Brandenburg, er heiratete zunächst 1524 Magdalene von Sachsen und 1535 Hedwig von Polen. Die Tochter Margareta heiratete 1530 Herzog Georg I. von Pommern und in zweiter Ehe 1534 Fürst Johann IV. von Anhalt-Zerbst. Der jüngere Sohn Johann wurde Markgraf von Brandenburg-Küstrin und heiratete 1537 Katharina von Braunschweig-Wolfenbüttel.

Für die Berliner Siegesallee schuf der Bildhauer Johannes Götz 1900 ein Standbild Joachims, dem Büsten seines Bruders Albrecht und des Bischofs von Lebus Dietrich von Bülow zugeordnet wurden. Die Gestaltung folgte dem Kurfürstenkostüm aus dem Porträt von Lucas Cranach dem Älteren von 1529, zeigte Joachim jedoch als strengen Renaissancefürsten mit Schwert und energischem Blick. Die Darstellung unterstrich seine Stellung im Kurfürstenkollegium, die ihm den Beinamen Nestor eingebracht hatte. Rosenkranz, Eichenzweige und Eulen am Sockel symbolisierten Frömmigkeit, Festigkeit und Klugheit, die Devise Iudicio et Iustitia war am Sockelfuß angebracht. Seit Mai 2009 steht das gut erhaltene Denkmal in der Zitadelle Spandau.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Joachim I. (Brandenburg)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 270453199redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Lucas Cranach der Ältereentstanden 1529Public domainQuelle