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Johann Wolfgang von Goethe

deutscher Dichter, Dramatiker, Naturforscher und Politiker (1749–1832)

m November 1775 erreichte Goethe Weimar, die Hauptstadt des Herzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach mit rund 6000 Einwohnern, das Herzogtum selbst zählte rund 100.000 Einwohner. Durch die Anstrengungen der Herzoginmutter Anna Amalia hatte sich der Ort trotz seiner geringen Größe zu einem kulturellen Zentrum entwickelt. Ihr Hof hatte zuvor das renommierte Theaterensemble von Abel Seyler beherbergt, bis ein Brand im Jahr 1774 das Schloss Weimar zerstörte. Als Goethe ohne feste Zweckbestimmung eingeladen wurde, war er bereits ein europaweit berühmter Autor.

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Am 11. Juni 1776 wurde Goethe Geheimer Legationsrat und Mitglied des Geheimen Consiliums, des dreiköpfigen Beratergremiums des Herzogs, mit einem Jahresgehalt von 1200 Talern. Diesem Gremium gehörte er nominell bis zu dessen Auflösung im Jahr 1815 an.

Nach seiner Rückkehr aus Italien ließ sich Goethe vom Herzog von den meisten seiner amtlichen Pflichten entbinden. Den Sitz im Consilium und damit die Möglichkeit politischer Einflussnahme behielt er jedoch bei. Als „Minister ohne Portefeuille“ übernahm er eine Reihe kultureller und wissenschaftlicher Aufgaben, darunter die Leitung der Zeichenschule und die Aufsicht über das öffentliche Bauwesen.

Napoleon übte auf Goethe bis an sein Lebensende eine persönliche Faszination aus. Goethe sah in ihm einen der produktivsten Menschen, die je gelebt hätten, dessen Leben das Schreiten eines Halbgottes von Schlacht zu Schlacht und von Sieg zu Sieg gewesen sei. 1808 traf Goethe zweimal mit Napoleon zusammen. Das erste Mal empfing der Kaiser ihn am 2. Oktober auf dem Erfurter Fürstenkongress zu einer Privataudienz, auf der Napoleon ihn anerkennend auf seinen Werther ansprach.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Johann Wolfgang von GoetheVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270326350redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Karl Joseph Stielerentstanden 1828Public domainQuelle