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Kämpfe um Regensburg (1632–1634)

Schlachten des Dreißigjährigen Krieges

Die gewaltsame Besetzung im April 1632

urz nach einer Einigung über die Einquartierung von Soldaten in Regensburg machte eine vom bayerischen Kurfürsten angeordnete Militäraktion alle Verhandlungsergebnisse zunichte. Am 27. April 1632 wurde mit Hilfe bereits einquartierter Soldaten das Peterstor von innen geöffnet, worauf 4.000 bis 6.000 bayerische Soldaten in die Stadt eindrangen und die Kontrolle übernahmen. Es handelte sich um Truppen der Katholischen Liga, die nach der verlorenen Schlacht bei Rain am Lech vom schwedischen Feldherrn Gustaf Horn verfolgt worden waren und bis nach Bad Abbach vorgedrungen waren. Die Stadt wurde von der Besetzung völlig überrascht.

Belagerung und Eroberung durch die Schweden

Das schwedische Belagerungsheer umfasste sieben Fußbrigaden mit rund 10.000 Mann, 7.000 Reiter und etwa 2.000 Dragoner sowie zahlreiche Belagerungsgeschütze. Verteidigt wurde die Stadt von bayerischen Besatzungstruppen mit etwa 2.000 Mann unter Oberst Johann von Troibreze. Protestantische Bürger durften ihre Häuser nicht verlassen, während katholische Einwohner die Anordnungen überwachten. Alle Häuser auf den Donauinseln sowie Mühlen und Hammerwerke wurden in Brand gesetzt, das dritte Joch der Steinernen Brücke gesprengt. Bereits am 6. November 1633 kam es zu Kämpfen am Prebrunntor und Jakobstor, am 8. November zu weiteren Angriffen auf Prebrunntor, Schanzen und Ostentor, wobei der schwedische Oberstleutnant Nordhausen fiel.

Anmarsch der kaiserlich-ligistischen Armee

Am 26. Mai 1634 errichtete das kaiserliche Heer ein Zwischenlager bei Nabburg, wobei eine Vorhut unter Gallas bereits am 25. Mai in ein Scharmützel mit schwedischen Dragonern unter Taupadel und Rosen verwickelt wurde. Die Dragoner mussten sich nach Velburg zurückziehen. Das am 24. Mai in Straubing aufgebrochene ligistische Heer unter Kurfürst Maximilian und Aldringen vereinigte sich östlich von Regensburg bei Reinhausen mit der kaiserlichen Vorausabteilung unter Gallas. Am Beginn der Belagerung waren nur etwa 5.000 Mann des Ligaheeres anwesend, doch die vereinigte kaiserlich-ligistische Armee umfasste zusammen 23.000 Mann zu Fuß und 10.000 Mann zu Ross.

Der Akkordvertrag und seine Folgen

Bei den Akkordverhandlungen war neben kaiserlichen, bayerischen und schwedischen Bevollmächtigten der erfahrene Syndicus Johann Jacob Wolff von Todenwarth für die Stadt beteiligt, der die Reichsunmittelbarkeit und den Protestantismus Regensburgs auf kaisertreuem Kurs zu sichern versuchte. Er musste zwischen den Forderungen des bayerischen Kurfürsten und den geheimen Friedensplänen des Kaisers vermitteln. Die Schweden hatten ihn wegen seiner Zurückhaltung im Heilbronner Bund bereits im Herbst 1633 gefangen genommen und bis Januar 1634 festgehalten. Der schließlich unterzeichnete Akkordvertrag war für Regensburg günstig, denn die Stadt wurde nicht durch bayerische, sondern ausschließlich durch kaiserliche Truppen besetzt. Damit verhinderte der Kaiser das Vorhaben Kurfürst Maximilians, Regensburg in einem habsburgisch-wittelsbachischen Arrangement zu annektieren.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Kämpfe um Regensburg (1632–1634)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 265470406redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Autor/-in unbekanntentstanden 1634Public domainQuelle