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Schlacht bei Nördlingen

Schlacht des Dreißigjährigen Kriegs

m Juli 1634 brachen zwei schwedische Heere unter Gustaf Horn und Bernhard von Sachsen-Weimar von Augsburg auf, um die Belagerung Regensburgs zu beenden. Die Stadt hatte jedoch schon am 26. Juli 1634 kapituliert. Erzherzog Ferdinand war bereits mit dem kaiserlich-bayerischen Heer nach Württemberg unterwegs, um sich mit dem spanischen Heer des Kardinalinfanten Ferdinand von Spanien zu vereinigen. Die Schweden mussten unter starkem Regen zurückmarschieren und erreichten am 6. August erschöpft Augsburg. Die Eroberung Donauwörths am 16. August konnte nicht verhindert werden, und ab dem 18. August begannen kaiserlich-bayerische Truppen die Belagerung von Nördlingen, das von 400 schwedischen Söldnern und 600 Stadtsoldaten verteidigt wurde.

NördlingenOrt auf der Karte 164848.8056 N, 10.4858 OAuf der Karte zeigen

Am ersten Schlachttag, dem 5. September, näherten sich die schwedischen Truppen über Dehlingen dem gegnerischen Lager auf dem Schönefeld. Kaiserlich-spanische Truppen besetzten in letzter Minute die beiden strategisch wichtigen Erhebungen Albuch-Hügel und Heselberg. Es folgten Kavalleriekämpfe mit bis zu 6.000 Reitern je Seite. Bis 18 Uhr gelang es den Schweden unter Bernhard, in der Ebene nordwestlich von Albuch und Heselwald Fuß zu fassen und die Positionen Lachberg, Himmelreich und Ländle zu sichern. Diese schnellen Erfolge unter Bernhards alleinigem Kommando passten nicht zu der zwischen ihm und Horn zuvor vereinbarten defensiven Strategie.

Die Niederlage hatte weitreichende Folgen. Die Reichskreise Schwäbischer Kreis, Fränkischer Kreis und Bayerischer Reichskreis sowie große Teile des Österreichischen Reichskreises, mehr als 40 Reichsstädte und fünf Festungen kamen wieder unter kaiserlich-bayerische Kontrolle. Herzog Eberhard III. floh mit seinem Hofstaat ins Exil nach Straßburg, das Land Württemberg wurde geplündert und verwüstet. Kaiser Ferdinand II. verschenkte Gebiete Württembergs an Verwandte und Günstlinge, Klöster wurden gemäß dem Restitutionsedikt rekatholisiert. Erst im Westfälischen Frieden erhielt der Herzog von Württemberg seine Rechte zurück. Zudem wurde das von Gustav Adolf im November 1631 gebildete Herzogtum Franken aufgelöst, und Schweden verlor mit Kurfürst Johann Georg I. von Kursachsen seinen bedeutendsten Bündnispartner.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Schlacht bei NördlingenVersionsgeschichteBearbeitungsstand 266666483redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Jacques Courtoisentstanden 1648Public domainQuelle