Matthias Gallas
Kaiserlicher General im Dreißigjährigen Krieg
allas begann seine Laufbahn als Page und Kavallerist unter Ferdinando Madruzzo und kämpfte im Spanisch-Piemontesischen Krieg. 1619 wurde er Hauptmann und Kommandant der Festung Riva, wo er Johann von Aldringen kennenlernte, mit dem ihn eine Zweckgemeinschaft bis 1634 verband. 1621 wechselte er in den Dienst der Katholischen Liga. Auszeichnungen erwarb er sich 1623 in der Schlacht bei Stadtlohn, wo Tilly das Heer Christian von Braunschweig-Wolfenbüttels vernichtete, sowie 1628 bei der Einnahme von Krempe unter Wallenstein.
1629 wurden Gallas und Aldringen als Generalfeldwachtmeister nach Italien geschickt, um Kaiser Ferdinand II. im Erbfolgekrieg um Mantua zu unterstützen. Begleitet von Ottavio Piccolomini übernahmen sie nach der Erkrankung Collaltos das Kommando und eroberten im Juli 1630 Mantua, wobei sie die Stadt schwer plünderten und sich maßlos bereicherten. Zur gleichen Zeit wurde Wallenstein in Wien als Oberbefehlshaber abberufen, während Gallas durch den Erfolg an Ansehen gewann. Er blieb in Italien, um am Frieden von Cherasco mitzuwirken.
Nach der Rückeroberung von Regensburg 1634 marschierten die kaiserlich-bayerischen Truppen nach Schwaben, wo die Schweden ihr Hauptquartier in Donauwörth hatten. Gallas belagerte ab dem 18. August 1634 Nördlingen, am 3. September traf das spanische Heer ein. Trotz abgewehrter Sturmangriffe gelang es Gallas am 5. September 1634 in Zusammenarbeit mit den Spaniern, die Kavallerieangriffe Bernhard von Sachsen-Weimars einzudämmen und den strategisch wichtigen Albuch-Hügel zu halten, was den Sieg in der Schlacht bei Nördlingen ermöglichte.