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Karlmann (Hausmeier)

fränkischer Hausmeier aus dem Geschlecht der Karolinger

um Märzfeld 741 wurde das Frankenreich zwischen den beiden Söhnen aus seiner ersten Ehe, Karlmann und Pippin dem Jüngeren, geteilt. Karlmann sollte Hausmeier in Austrien, Alemannien und Thüringen werden, Pippin Hausmeier in Neustrien, Burgund und in der Provence. Anfang 742 erfolgte die dritte Reichsteilung, wiederum zwischen Karlmann und Pippin, in Vieux-Poitiers. Karlmann setzte 743 erneut einen merowingischen König, Childerich III., ein, um so ihrem Amt als Hausmeier eine königliche Legitimierung zu geben. Als Karlmann 747 zurücktrat, übernahm Pippin unter Umgehung der Erbrechte von Karlmanns Kindern die Regentschaft des ganzen Frankenreichs.

Zur Würzburger Bistumsgründung 742 schenkte Karlmann, in seiner Funktion als austrasischer Hausmeier, 25 merowingische Königskirchen und das Kloster Karlburg an das Bistum Würzburg. Der Missionar und Erzbischof Winfried Bonifatius konnte 742 eine erste Reformsynode der fränkischen Bischöfe abhalten, das von Karlmann einberufene Concilium Germanicum. Einige der Beschlüsse dieser Synode haben bis heute Bestand, zum Beispiel das Verbot für den Klerus, Waffen zu tragen und zu jagen. Im Jahre 744 übergab Karlmann den Adelshof Eiloha an der Fulda an Bonifatius zur Gründung eines Klosters. Im Auftrag des Bonifatius gründete Sturmi hier am 12. März 744 das später sehr bedeutende Benediktiner-Kloster Fulda.

Beim Blutgericht von Cannstatt 746 ließ Karlmann die Führungsschicht der Alamannen großteils als Hochverräter hinrichten und beendete so die um 500 von Theoderich durchgesetzte Teilautonomie des alamannischen Herzogtums. Darauf richtete er in Alamannien Gaugrafschaften ein, die er vorzugsweise mit fränkischen Gefolgsleuten oder loyalen alamannischen Adligen als Grafen besetzte.

754 kehrte Karlmann ins Franken-Reich zurück, um der mit Papst Stephan II. abgestimmten Italienpolitik seines 751 zum König aufgestiegenen Bruders entgegenzuwirken. Er wurde von Pippin mit der Zustimmung des Papstes interniert und starb in Vienne.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Karlmann (Hausmeier)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 265732932mit KI-Unterstützung gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Autor/-in unbekanntentstanden 1612Public domainQuelle