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Pippin der Jüngere

König der Franken

ach dem Tod Karl Martells teilte sich das Reich zunächst zwischen Pippin und seinem Bruder Karlmann. Nach dessen Rückzug in ein Kloster 747 übernahm Pippin die Regentschaft über das gesamte Frankenreich. Um seine Macht zu legitimieren, wandte er sich an Papst Zacharias, der die Frage nach der Rangfolge von Titel und Macht zugunsten Pippins beantwortete. Im November 751 ließ Pippin sich in Soissons zum König ausrufen, nachdem Childerich III. abgesetzt und in die Abtei Saint-Bertin verwiesen worden war. Damit endete die Herrschaft der Merowinger und die Königsherrschaft der Karolinger begann.

LüttichOrt auf der Karte 164850.6397 N, 5.5706 OAuf der Karte zeigen

Als Papst Stephan II. 754 von den Langobarden bedrängt ins Frankenreich kam, ließ sich Pippin mit seinen Söhnen Karlmann und Karl in der Basilika Saint-Denis von ihm salben. 755 zog Pippin nach Italien gegen den Langobardenkönig Aistulf, der in Pavia belagert wurde. 756 kehrte Pippin zurück, zwang Aistulf zur Anerkennung der fränkischen Oberherrschaft und zur Abtretung des Exarchats von Ravenna, das er dem Papst schenkte. Zudem führte er Kriege gegen Sachsen und Sarazenen und zwang Herzog Tassilo III. von Bayern 757 zum Vasalleneid.

Die Rolle des Bonifatius bei Pippins Königssalbung von 751 wird kontrovers diskutiert, da zeitgenössische Quellen sie nicht erwähnen. Unklar bleibt auch, ob westgotische Vorbilder eine Rolle spielten. Eine These sieht in der Einbeziehung seiner Frau und der Bischöfe eine Absicherung der Nachfolge angesichts familiärer Streitigkeiten. Josef Semmler stellte 2003 die These auf, dass es 751 gar keine Salbung gegeben habe und die Salbung 754 durch Stephan II. nur eine Taufsalbung gewesen sei, was weiterhin diskutiert wird.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Pippin der JüngereVersionsgeschichteBearbeitungsstand 265362661redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Louis Felix Amielentstanden 1837Public domainQuelle