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Kaufbeuren

kreisfreie Stadt in Bayern

ach dem Rückzug der Römer 401 n. Chr. ließen sich ab Ende des 5. Jahrhunderts Alamannen in der Region nieder, die zuvor den Ostgoten unterstand. Raumpolitisch bedeutsam wurde Kaufbeuren erst nach der endgültigen Unterwerfung der Alamannen durch die Franken unter Karl Martell und Pippin dem Jüngeren 730 beziehungsweise 746. Ausgang der Siedlung war vermutlich ein fränkisch-karolingischer Reichshof, der Mitte des 8. Jahrhunderts in der Oberbeurer Urmark gegründet wurde.

KaufbeurenOrt auf der Karte 164847.8800 N, 10.6225 OAuf der Karte zeigen

Ab 1112 ist das Adelsgeschlecht der Freiherren von Buron beziehungsweise Beuren schriftlich belegt, Vasallen der Welfen, die den Hof wohl schon seit Ende des 11. Jahrhunderts als erblichen Lehenbesitz innehatten. Nach dem Aussterben im Mannesstamm mit dem Tod Heinrichs des Jüngeren von Buron 1167 brachte Herzog Welf VI. den Ort an sich, da Heinrichs Schwester Liutgard das Erbe dem Kloster Ottobeuren zuwenden wollte. Nach dem frühen Tod seines einzigen Sohnes schloss Welf einen Erbvertrag mit seinem Neffen, dem Stauferkaiser Friedrich Barbarossa, wodurch der Beurer Besitz nach Welfs Tod 1191 an die Staufer fiel.

Am 3. Februar 1286 wurde Kaufbeuren vom römisch-deutschen König Rudolf I. von Habsburg als Reichsstadt privilegiert. 1327 erhielt Vils in Tirol durch Ludwig IV. das Stadtrecht nach dem Recht von Kaufbeuren. 1377 belagerte Herzog Friedrich von Teck die Stadt vergeblich, 1388 taten dies erfolglos die bayerischen Herzöge. In den Jahren 1482/84, 1521 und 1627/29 wütete die Pest in Kaufbeuren, wobei die Stadt bei der letzten und schwersten Epidemie rund zwei Drittel ihrer Bevölkerung verlor. Ab 1500 war die Stadt Mitglied im Schwäbischen Reichskreis, verlor jedoch 1802 mit dem Reichsdeputationshauptschluss den Status einer Reichsstadt und fiel an das Kurfürstentum Bayern, das ab 1806 zum Königreich Bayern wurde.

Im Zuge der Reformation wurde Kaufbeuren eine evangelische Reichsstadt. Bürgermeister Ludwig Bonrieder, der von 1512 bis 1589 lebte, unterzeichnete 1579 für den Rat der Stadt die lutherische Konkordienformel von 1577. Dieses Ereignis findet bis heute Ausdruck in einer starken evangelischen Bevölkerung mit eigenem Hauptpfarramt in der Innenstadt und seit 1955 eigenem Pfarramt im Stadtteil Neugablonz.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel KaufbeurenVersionsgeschichteBearbeitungsstand 269174411redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Ulrich Batzerentstanden 2007Public domainQuelle