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Kloster Kaufungen

Kloster in Deutschland

m Mai 1017 hielt sich Kunigunde im Königshof Kaufungen auf, den ihr Kaiser Heinrich II. 1008 als Witwengut geschenkt hatte. Während einer schweren Krankheit soll sie gelobt haben, ein Kloster zu stiften. Nach ihrer Gesundung ließ sie mit dem Bau beginnen. Die 1018 begonnene Klosterkirche wurde am 13. Juli 1025 geweiht, am ersten Todestag Heinrichs II. Nach dessen Tod 1024 zog sich Kunigunde am Tag der Weihe als einfache Nonne in das Kloster zurück, wo sie am 3. März 1033 starb. Erste Äbtissin war ab 1018 Oda, eine Nichte Kunigundes, die 1035 starb. Vögte der Reichsabtei waren ab 1024, beginnend mit Werner I., die Gaugrafen von Maden beziehungsweise Gudensberg.

Bis 1089 blieb Kaufungen ein Reichskloster. Dann unterstellte es Kaiser Heinrich IV. dem Bischof von Speyer. Im 12. Jahrhundert konnte sich das Kloster aus dieser Abhängigkeit wieder befreien. Es wandelte sich zunächst in ein kleines Kanonissenstift ohne Ordensgelübde und schließlich in ein freiweltliches Stift zur Versorgung adliger Damen.

Im 16. Jahrhundert führte Landgraf Wilhelm II. das Stift der Bursfelder Kongregation zu. Im Februar 1509 fand unter den Äbten Franz von Ketteler von Corvey und Dietrich II. von Bredelar, dem Dechanten Heinrich Ruland und den Äbten Heinrich Ohm von Bursfelde und Johann Meyer von Breitenau die erste Visitation statt. Äbtissin Elisabeth von Plesse wurde zum Amtsverzicht gezwungen. Ein neuer Konvent aus acht Nonnen des Klosters Gehrden wurde eingesetzt. Der Mainzer Erzbischof Uriel von Gemmingen ordnete vor Anerkennung der neuen Äbtissin Anna von der Borch eine zweite Visitation an, die im November 1509 durchgeführt wurde. Anna von der Borch wurde bestätigt. Das Kloster gehörte danach zur Bursfelder Observanz, aber nicht mehr lange.

Nach Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen wurde das Kloster 1527 aufgehoben. 1532 übergab Landgraf Philipp der Großmütige den Besitz des Klosters der Hessischen Ritterschaft. Die vertriebenen Kanonissinnen betrieben von Gehrden aus die Rücknahme dieser Maßnahme. Die zur Äbtissin gewählte Helena Freseken führte einen Prozess vor dem Reichskammergericht gegen Landgraf Philipp. Kaiser Karl V. gebot dem Landgrafen im März 1537, das Kloster samt Besitz zurückzugeben, was Philipp ablehnte. Erst 1540 endete der Streit, als Helena Freseken, Elisabeth Hake und Iseke von der Becke auf die Fortführung des Prozesses verzichteten.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Kloster KaufungenVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270660633redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Herrick with Olympus C-220 Zoomentstanden 2007CC BY-SA 2.0 deQuelle