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Königsberg (Preußen)

historische Hauptstadt Ostpreußens, seit 1945 russisches Territorium

ach den Schilderungen des Wulfstan von Haithabu, der um 900 nach Truso reiste, gab es im Land der westbaltischen Prußen zahlreiche Burgen, jede einem kynig unterstellt. Eine solche Wallburg namens Twangste bestand an der Mündung des Pregels vor dem Frischen Haff, mit einem Dorf und einem Hafenplatz, der von Wikingern und Lübecker Kaufleuten frequentiert wurde. Als der Deutsche Orden 1230 mit der Eroberung Preußens begann, planten die Lübecker die Gründung einer Tochterstadt, kamen aber nicht dazu, dies rechtzeitig umzusetzen.

KönigsbergOrt auf der Karte 164854.7115 N, 20.5093 OAuf der Karte zeigen

1525 führte der Hochmeister Albrecht aus dem Haus Hohenzollern die Reformation im Ordensstaat ein und beendete im Vertrag von Krakau den Reiterkrieg mit Polen, indem er den Ordensstaat in ein weltliches Herzogtum umwandelte, das er als Fahnenlehen vom polnischen König entgegennahm. Da sich das Herzogtum nur auf den östlichen Teil Preußens erstreckte, führten er und seine Nachfolger den Titel Herzog in Preußen, nicht Herzog von Preußen. Als zweite lutherische Universität in Europa nach Marburg gründete Albrecht 1544 die Albertus-Universität. Er machte sich um die Astronomie verdient, indem er die Preußischen Tafeln von Erasmus Reinhold mitfinanzierte.

1701 wurde das Herzogtum Preußen mit der Königskrönung Friedrichs III. zum Königreich Preußen erhoben. Der brandenburgische Kurfürst Friedrich III. krönte sich am 18. Januar in der Königsberger Schlosskirche als Friedrich I. zum König in Preußen, da es noch das zum Königreich Polen gehörende Preußen Königlichen Anteils gab, welches ebenso wie das Königreich Preußen nicht Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation war.

In der Zeit des Nationalsozialismus war Königsberg Amtssitz des Gauleiters Erich Koch. Das Fort Quednau wurde zwischen März und Juni 1933 als provisorisches Gefängnis für Gegner der NSDAP genutzt. Fast 400 Funktionäre der SPD und der KPD im Großraum Königsberg wurden inhaftiert. Die Grenadierkasernen an der Cranzer Allee wurden erweitert. Im Rahmen der Kriegsvorbereitungen wurde eine umfangreiche Verteidigungsstruktur angelegt, so auch der Lasch-Bunker. Offene Judenfeindlichkeit, Judenboykott und Terror bedrängten die 3200 Juden Königsbergs, und es wurden Brandanschläge auf die Alte Synagoge und jüdische Geschäfte verübt.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Königsberg (Preußen)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 270323368redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Autor/-in unbekanntPublic domainQuelle