Konrad I. von Abenberg
Reformer von Augustinerklöstern und Erzbischof von Salzburg
rzbischof Konrad von Abenberg entstammte der Familie der Grafen von Abenberg-Frensdorf, Hochstiftsvögte von Bamberg. Als Sohn von Wolfram I. von Abenberg wurde er am Hof des Kaisers Heinrich IV. erzogen, wurde Hofkaplan und danach Domherr in Hildesheim. Am 7. Januar 1106 ernannte ihn König Heinrich V. zum Erzbischof von Salzburg, wo noch der von Heinrich IV. eingesetzte Gegenerzbischof Berthold von Moosburg regierte. Durch die militärische Unterstützung seiner älteren Brüder Otto und Wolfram konnte er Berthold zur Abdankung bewegen. Papst Paschalis II. weihte ihn am 21. Oktober in Guastalla zum Bischof und übergab ihm das Pallium.
Im Juli 1110 zog er mit dem späteren Kaiser Heinrich V. gemeinsam nach Italien, lehnte aber das Konkordat von Sutri ab und stellte sich im Investiturstreit auf die Seite des Papstes. Wegen weiterer Konflikte mit den kaiserlichen Beamten musste er 1112 fliehen und konnte erst 1121 nach Salzburg zurückkehren. Nach seiner Rückkehr reorganisierte er seine Diözese, gründete etliche Klöster und reformierte viele andere, indem er die Regel der Augustiner-Chorherren oder jene der Regularkanoniker durchsetzte. Durch diese Maßnahmen erwarb er sich den Ehrentitel Zweiter Gründer der Salzburger Kirche.