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Paschalis II.

Papst (1099–1118)

aniero wurde in Bleda geboren und wirkte zunächst als Abt von San Lorenzo fuori le mura. Gregor VII. erhob ihn 1073 zum Kardinalpriester von San Clemente. Von 1089 bis 1090 war er Legat in Frankreich und Spanien. Am 13. oder 14. August 1099 wurde er Papst und war der erste bei seiner Inthronisation gekrönte Papst.

Im Investiturstreit setzte Paschalis die Politik Gregors VII. fort. 1102 erneuerte er den Bann gegen Kaiser Heinrich IV. 1104 bewegte er dessen Sohn, den späteren Heinrich V., zu einem Aufstand gegen den Vater. Die Einladung zum Reichstag in Mainz im Januar 1106, über die Investitur zu verhandeln, lehnte er ab. Auf der Synode von Guastalla wurde die Investitur durch den Kaiser stattdessen erneut verboten. Im selben Jahr schlichtete Paschalis den Investiturstreit in England zwischen Anselm von Canterbury und König Heinrich I.

Am 9. Februar 1111 legte der Vergleich von Sutri fest, dass der deutsche König auf das Investiturrecht verzichtet und Paschalis II. Heinrich V. im Gegenzug zum Kaiser krönt und die Regalien zurückgibt. Drei Tage später scheiterte der Vertrag am Widerstand der weltlichen und geistlichen Fürsten. Heinrich V. nahm daraufhin den Papst und mehrere Kardinäle gefangen. Zwei Monate später stimmte Paschalis unter Zwang dem Vertrag von Ponte Mammolo zu, der dem Kaiser das Investiturrecht zusprach und ihm die Kaiserkrönung zusagte. Ein Laterankonzil erklärte diesen Vertrag 1112 für nichtig, da er unter Zwang geschlossen worden war. Im Oktober 1112 wurde der Kaiser exkommuniziert.

1117 zog Heinrich V. erneut gegen Rom. Mathilde von Tuszien hatte vor ihrem Tod ihre Besitzungen in der Toskana der Kirche vermacht. Nach ihrem Tod 1115 beanspruchte der Kaiser diese Gebiete jedoch als zum Reich gehörend. Paschalis musste aus Rom fliehen und konnte erst nach der Abreise des Kaisers Anfang 1118 zurückkehren. Wenige Tage später starb er.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Paschalis II.VersionsgeschichteBearbeitungsstand 268922342redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Autor/-in unbekanntentstanden 1301–1400Public domainQuelle