Konrad (III.) (HRR)
König von Italien, Mitkönig von Deutschland
onrad wurde als zweiter Sohn Kaiser Heinrichs IV. und Berthas von Turin in Hersfeld geboren. Schon mit zwei Jahren wurde er als Nachfolger seines Vaters anerkannt und begleitete ihn zwischen 1076 und 1077 auf dem Gang nach Canossa. Zugleich wurde er Herzog von Niederlothringen und damit dem erwarteten Gottfried von Bouillon vorgezogen. In der Obhut des Erzbischofs Thedald von Mailand lebte er fortan in Italien. Am 30. Mai 1087 erhielt er in Aachen die Königsweihe.
1093 wechselte Konrad in das gregorianische Lager und damit zu den Gegnern seines Vaters; im selben Jahr wurde er in Mailand zum König von Italien gekrönt. 1095, kurz nach der Synode von Piacenza, leistete er Papst Urban II. in Cremona den Sicherheitseid und verrichtete den Stratordienst. Urban II. sicherte ihm daraufhin die Kaiserkrönung zu und vermittelte noch im selben Jahr, gemeinsam mit Mathilde von Tuszien, die Heirat zwischen Konrad und Konstanze, der Tochter des Grafen Roger I. von Sizilien.
Auf diese Entwicklungen reagierte Heinrich IV. im April 1098 auf einer Reichsversammlung in Mainz. Er ließ Konrad durch ein Fürstengericht für abgesetzt erklären und bestimmte stattdessen seinen jüngeren Sohn Heinrich zum Nachfolger. Dadurch verlor Konrad fast jeden Einfluss auf das politische Geschehen in Italien. Er starb schon 27-jährig, bedeutungslos geworden, 1101 in Florenz, wo er in der Kathedrale Santa Reparata beigesetzt wurde, die heute vom Dom Santa Maria del Fiore überbaut ist.