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Kurpfalz-Bayern

historischer Staat

er Zusammenschluss geschah Ende Dezember 1777 nach dem Tod Kurfürst Maximilian III. Joseph aufgrund älterer Erbverträge der Wittelsbacher. 1778 brach der Bayerische Erbfolgekrieg aus, weil Kaiser Joseph II. Ansprüche auf Niederbayern und die Oberpfalz erhob. Der Konflikt endete 1779 im Frieden von Teschen mit der Abtretung des Innviertels an Österreich. 1785 scheiterte ein Tauschversuch Karl Theodors, Bayern gegen die Österreichischen Niederlande abzugeben, am Widerstand Preußens, was Friedrich II. von Preußen in Altbayern großes Ansehen einbrachte. Die Verwaltung wurde vereinheitlicht, die Residenz 1778 nach München verlegt und die Truppen zusammengelegt. Ab 1793 brachten Revolution und Koalitionskriege umfassende Gebietsänderungen; durch den Ersten Koalitionskrieg verlor Pfalzbayern alle linksrheinischen Gebiete, darunter das Herzogtum Jülich und die westliche Kurpfalz.

1799 starb Karl Theodor ohne legitimen Nachfahren, und Kurfürst Maximilian IV. Joseph aus dem Haus Pfalz-Zweibrücken übernahm die vereinigten wittelsbachischen Länder. Das Reich erkannte 1801 im Frieden von Lunéville die französischen Gebietsgewinne an, nachdem Kaiser Franz II. das Rheinland schon 1797 im Frieden von Campo Formio aufgegeben hatte. Im Inneren leitete Minister Maximilian von Montgelas Reformen ein; 1802 setzte Maximilian Joseph eine Klosterkommission ein und begann die Säkularisation. Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803 brachte als Ausgleich neue Gebiete wie Bamberg und Würzburg, besiegelte aber auch das Ende der Kurpfalz. Der geheime Bogenhausener Vertrag von 1805 mit Frankreich führte über den Frieden von Pressburg, bei dem Österreich Tirol und Vorarlberg abtreten musste, zur Proklamation des Königreichs Bayern im Januar 1806. Im Juli 1806 trat Pfalzbayern mit der Rheinbundakte formell aus dem Reichsverband aus. Nach den Befreiungskriegen kamen Teile der linksrheinischen Pfalz durch den Vertrag von München wieder an Bayern zurück.

Kurpfalz-Bayern bestand seit Ende 1777 aus sieben Landesteilen: dem Kurfürstentum Bayern sowie den sechs Erblanden Karl Theodors, darunter das Kurfürstentum Pfalz, die Herzogtümer Jülich, Berg, Pfalz-Neuburg und Pfalz-Sulzbach sowie die Herrschaft Ravenstein und die Markgrafschaft Bergen op Zoom. Mit der Regierungsübernahme Maximilian IV. Josephs 1799 kamen de jure das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken und die Grafschaft Rappoltstein hinzu, obwohl beide bereits von Frankreich besetzt waren. Zuletzt umfasste Kurpfalz-Bayern 1,9 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 61.000 Quadratkilometern.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Kurpfalz-BayernVersionsgeschichteBearbeitungsstand 266126457redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
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