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Maximilian von Montgelas

Minister unter dem späteren König Maximilian I. von Bayern

ontgelas wurde am 12. September 1759 in München als zweites Kind des bayerischen Generalmajors Janus Freiherrn von Montgelas geboren. Seine Mutter Ursula, geborene Gräfin Trauner, starb ein halbes Jahr nach seiner Geburt, sein Vater 1767. Die frühe Kindheit verbrachte er bei seiner Großmutter mütterlicherseits in Freising. Nach dem Tod beider Eltern ermöglichten neben väterlichem Vermögen Verwandte und Paten die Versorgung der Waisen, darunter der bayerische Kurfürst Max III. Joseph, dem Montgelas seine Taufnamen verdankte.

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1799 nach dem Tod Karl Theodors und dem Amtsantritt Max IV. Josephs als Kurfürst in München wurde Montgelas von diesem zum Außenminister Bayerns ernannt. Bald übte er nach modernen Begriffen eher die Funktion eines Ministerpräsidenten aus. Ausschlaggebend dafür war, dass er in seiner Zweibrückener Zeit tragfähige theoretische Konzepte für die Reform Bayerns entwickelt hatte und ein hohes Arbeitspensum effizient bewältigen konnte. Außer in Staatsgeschäften mied Montgelas den Hof, gab aber selbst häufig Empfänge, zu denen er vor allem Diplomaten, Beamte, Künstler, Intellektuelle und Wissenschaftler einlud.

Ab Ende 1801 wurde konkret über die Entschädigung Bayerns für seine an Frankreich gefallenen linksrheinischen Gebiete zwischen Frankreich, Preußen, Russland und Österreich verhandelt. Preußen verzichtete auf Ansprüche auf Würzburg und Bamberg, Österreich forderte zeitweise Bayern bis zum Lech, Russland wollte Bayern zum Ausgleich bis Württemberg verschieben, und Bayern legte Wert darauf, auch das Hochstift Passau, die Fürstabtei Kempten und Teile Schwabens zu erhalten. Am Ende stand ein von Frankreich und Russland erarbeiteter Plan, der 1802 in Abmachungen zwischen Frankreich und Bayern und bis auf kleinere Korrekturen im Februar 1803 letztendlich in den Reichsdeputationshauptschluss einging.

Nach dem Bündniswechsel strebte Montgelas ein souveränes Bayern und die Auflösung des Heiligen Römischen Reiches an. Besonders wichtig waren ihm die Abschaffung der Reichsritterschaft und die Oberhoheit über die Post in Bayern, die als Thurn und Taxissche Kaiserliche Reichspost bis dahin unter österreichischer Kontrolle gestanden hatte. Dem standen Napoleons Pläne für den Rheinbund entgegen. Montgelas wollte hingegen nur ein lockeres Bündnis souveräner deutscher Mittelstaaten. In Bayern opponierten vor allem Kronprinz Ludwig und Gravenreuth gegen diese Strategie, scheiterten jedoch an Max Joseph, der fest zu Montgelas hielt.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Maximilian von MontgelasVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270295735redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Joseph Hauberentstanden 1806Public domainQuelle