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Lampert von Hersfeld

Geschichtsschreiber und Abt

Leben und Ausbildung

ampert wurde vor 1028 vermutlich in Franken als Sohn einer wohlhabenden Familie geboren. Seine Ausbildung zum Mönch erhielt er wohl in Bamberg von Erzbischof Anno II. von Köln, zeitgleich mit dem späteren Domscholaster Meinhard von Bamberg. Am 15. März 1058 trat er in das Benediktinerkloster Hersfeld ein und erhielt am 16. September 1058 von Erzbischof von Mainz Luitpold in Aschaffenburg die Priesterweihe. Im gleichen Jahr unternahm er eine Pilgerreise nach Jerusalem, von der er am 17. September 1059 zurückkehrte.

Frühe Werke und Wirken im Kloster

Sein erstes Werk war die Lebensbeschreibung des heiligen Lul, die Vita Lulli. Durch sein Wirken in der Hersfelder Klosterbibliothek und der Klosterschule erwarb er sich hohe Verdienste, wahrscheinlich war er zeitweise Scholaster an der Schule. 1071 hielt er sich für einige Wochen im Kloster Siegburg und Saalfeld auf, um sich mit den Klosterreformen zu befassen. Er war überzeugter Anhänger der Benediktinerregel und Gegner des Reformmönchtums. Sein zweites Werk, wohl um 1073 verfasst, war ein Gedicht in Hexametern und ist verloren, es enthielt unter anderem die jüngste Geschichte des Klosters Hersfeld. Sein drittes Werk, eine Hersfelder Klostergeschichte, ist nur fragmentarisch erhalten.

Das Hauptwerk

Mit den Annalen entstand 1078/1079 sein viertes und letztes Werk und zugleich sein Hauptwerk. Es behandelt die Geschichte der Welt von den Anfängen bis 1077, wobei nur die Zeit ab 1040 von Lambert eigenständig geschrieben wurde. Ab 1069 erreicht die Darstellung eine geradezu epische Breite. Die Deutlichkeit, die Schreibart und die geschickte Anordnung zeichnen diesen Abschnitt aus und stellen einen Höhepunkt der Geschichtsschreibung des 11. Jahrhunderts dar.

Letzte Jahre

Als überzeugter Gegner von Heinrich IV. wechselte er vermutlich deshalb 1077 von Hersfeld zum Stift Hasungen, das er auf Wunsch der Kanoniker zum Benediktinerkloster umwandelte. Mit der Einführung der Hirsauer Reform 1081 brachte er dies zum Abschluss und wurde erster Abt von Hasungen. Vermutlich starb er kurze Zeit nach seiner Weihe zum Abt im Jahr 1082, spätestens aber 1085, wobei auch der Ort seines Todes nicht sicher ist. Vieles spricht für das Kloster Hersfeld, aber auch das Kloster Saalfeld kommt in Frage.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Lampert von HersfeldVersionsgeschichteBearbeitungsstand 264015260redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0