Landshut
kreisfreie Stadt in Bayern, Deutschland
uf dem Areal der heutigen Burg Trausnitz bestand schon vor der eigentlichen Stadtgründung eine Wehr- und Wachsiedlung. Sie wird etwa um das Jahr 1150 als Landeshuata urkundlich erwähnt. Ausgrabungen im Jahr 2002 deuten jedoch darauf hin, dass die Siedlung wahrscheinlich schon seit dem 10. Jahrhundert bestand.
Mit dem Tod Stephans II. wurde das Land unter seinen drei Söhnen erneut geteilt. Diese Bayerische Landesteilung von 1392 brachte die drei Herzogtümer Bayern-München, Bayern-Ingolstadt und Bayern-Landshut hervor. Erster Herzog des wirtschaftlich erfolgreichsten Landesteils Bayern-Landshut war Friedrich der Weise, der von 1375 bis 1393 regierte und damit die Zeit der reichen Landshuter Herzöge einleitete.
Mit dem Tod Georgs des Reichen am 1. Dezember 1503 endete die glanzvolle gotische Periode der Stadt. Da Georg aus der Ehe mit Hedwig keine männlichen Nachkommen hatte, sollte Bayern-Landshut nach den bestehenden Wittelsbacher Hausverträgen an Bayern-München fallen. Georg versuchte kurz vor seinem Tod noch vergeblich, seinen Schwiegersohn und Neffen Ruprecht von der Pfalz zu seinem Nachfolger zu machen. Die erbberechtigte Münchner Linie unter Albrecht IV. nahm diesen Vertragsbruch nicht hin, was zum Landshuter Erbfolgekrieg führte.
Ein richtungsweisendes Jahr für die Landshuter Stadtgeschichte war 1800. Damals verlegte Kurfürst Max IV. Joseph die älteste Universität Bayerns, die 1472 von Ludwig dem Reichen in Ingolstadt gegründet worden war, nach Landshut. Seither trägt die Universität ihren Namen nach diesen beiden Fürsten. Offizieller Grund für den Umzug war die direkte Bedrohung des gut befestigten Ingolstadt durch französische Truppen.