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Lausanne

Schweizer Stadt und Hauptstadt des Kantons Waadt

Antike Wurzeln am Genfersee

as Gebiet von Lausanne war schon im vierten Jahrtausend vor Christus besiedelt. Nach der Eingliederung Helvetiens ins Römische Reich entstand im Bereich des heutigen Vidy der gallorömische Vicus Lousonna, dessen Bewohner im zweiten Jahrhundert erstmals inschriftlich erwähnt werden. Die Siedlung erreichte vermutlich eine Länge von 1,2 Kilometern und eine Breite von 250 Metern und war damit der grösste Vicus auf dem Gebiet der heutigen Schweiz mit schätzungsweise 1500 bis 2000 Einwohnern. Inschriften nennen die als Berufsgruppe organisierten Schiffleute auf dem Genfersee sowie römische Monumente für Götter wie Ceres, Merkur und Apollo. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts kamen bei Ausgrabungen Ruinen eines vorher unbekannten römischen Amphitheaters zum Vorschein.

Bischofsstadt und Blütezeit

Von 888 bis 1032 gehörte Lausanne zum Königreich Hochburgund. Im elften Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einem politischen, wirtschaftlichen und religiösen Zentrum und wurde Sitz der weltlichen Herrschaft der Bischöfe. Im zwölften und dreizehnten Jahrhundert erlebte Lausanne eine Blütezeit. 1275 wurde die Kathedrale Notre-Dame in Anwesenheit von Papst Gregor X. und König Rudolf von Habsburg geweiht. Die Bürgerschaft, die sich 1234 erste politische Rechte erkämpft hatte, erhielt in der Folge Unterstützung von den Grafen von Savoyen gegen die bischöfliche Herrschaft. 1476 wurde die Stadt von burgundischen Truppen unter Karl dem Kühnen besetzt und nach der Schlacht bei Grandson von den Eidgenossen geplündert. Am 6. Juli 1481 schlossen sich Cité und Unterstadt zusammen. 1525 schloss Lausanne mit Bern und Freiburg Burgrechtsverträge.

Bernische Eroberung und Reformation

1536 eroberten die Berner unter dem obersten Feldhauptmann Hans Franz Nägeli das savoyische Waadtland. Bern richtete das Amt Lausanne ein, eine Landvogtei im Welschland, die sich von der Venoge im Nordwesten bis vor die Stadt Vevey erstreckte. Zum ersten Landvogt wurde Sebastian Nägeli gewählt, der Bruder von Hans Franz Nägeli. Die bernische Obrigkeit setzte in der Waadt und in Lausanne die Reformation durch, worauf der damalige Bischof Sébastien de Montfalcon nach Savoyen fliehen musste. Damit verlor Lausanne den Status als Bischofssitz; das neuere Bistum Lausanne, Genf und Freiburg hat seinen Sitz seit 1613 in Freiburg.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel LausanneVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270528660redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Ramaentstanden 2007CC BY-SA 2.0 frQuelle